Beschäftigte sollen auf Lohn verzichten
Opel plant Auffanggesellschaft

Mit einer Auffanggesellschaft will Opel die geplanten Massenentlassungen sozial abfedern. Beschäftigte sollen dafür deutliche Lohneinbußen akzeptieren.

HB BERLIN. General Motors (GM) will die bei der angeschlagenen Tochter Opel geplanten Massenentlassungen mit einer Auffanggesellschaft abfedern und betriebsbedingte Kündigungen so verhindern: «Wenn es uns gelingt, die betreffenden Mitarbeiter in Beschäftigungsgesellschaften zu überführen, können wir betriebsbedingte Kündigungen vermeiden», sagte der GM-Vizechef für Europa, Carl-Peter Forster, der «Welt am Sonntag» (WamS). Die Auffanggesellschaft soll die Weiterbeschäftigung für zwei Jahre garantieren.

Die betroffenen Mitarbeiter sollen beim Wechsel in die Auffanggesellschaft außerdem auf ein Viertel ihres aktuellen Lohns verzichten: Liegen die Opel-Löhne derzeit rund 20 Prozent über dem Metall-Tarif, sollen die Mitarbeiter nach dem Wechsel rund zehn Prozent weniger verdienen als der Tarifvertrag vorsieht. GM spart sich durch diesen Krisenplan einen teueren Sozialplan.

Forster verteidigte unterdessen die geplanten Entlassungen: «Wenn wir jetzt nicht handeln und die Probleme weiter kaschieren, hat die Marke in zwei, drei Jahren ein viel dramatischeres Problem», sagte er der «WamS».

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