Beschäftigte sollen über Zukunftsvertrag abstimmen
Der Opel-Zukunftsvertrag ist noch immer nicht gesichert

Der Opel-Zukunftsvertrag für die westdeutschen Werke ist noch nicht gesichert.

HB BOCHUM. Der Opel-Zukunftsvertrag für die westdeutschen Werke ist noch nicht gesichert. Der Bochumer Betriebsrat will noch die Beschäftigten über den Vertrag entscheiden lassen. Lehnen die Bochumer mehrheitlich ab, wäre das gesamte Abkommen gefährdet, sagte am Dienstag der Bochumer Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel. Der Zukunftsvertrag für die Werke Rüsselsheim, Kaiserslautern und Bochum könne nicht in Kraft treten, wenn dann auch der Bochumer Betriebsrat den Vertrag ablehne, betonte Einenkel.

Die Betriebsräte in Rüsselsheim und Kaiserslautern haben nach Angaben von Einenkel bereits ohne Befragung dem Zukunftsvertrag zugestimmt. „Wir wollen in Bochum der Belegschaft die Mitbestimmung einräumen, weil sie durch ihre Aktionen im Oktober erst die Verhandlungen mit dem Management ermöglicht hat“, sagte Einenkel. Bei einer Ablehnung aus Bochum müsse möglicherweise für alle drei Werke neu verhandelt werden, und dann für jedes Werk einzeln, sagte Einenkel. Der vergangene Woche vorgestellte Zukunftsvertrag 2010 sieht als Gegenleistung für eine mehrjährige Sicherung der Werke den Abbau tausender Stellen, Einkommenseinbußen und flexiblere Arbeitszeiten vor.

Opel-Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor Norbert Küpper sagte dagegen in Rüsselsheim, aus den Werken Rüsselsheim und Kaiserslautern lägen einstimmige Beschlüsse der Betriebsräte vor, die rechtsverbindlich seien, weil Betriebsräte nach dem Betriebsverfassungsgesetz das entsprechende Mandat hätten. Damit gelte der Zukunftsvertrag für Rüsselsheim und Kaiserslautern uneingeschränkt.

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