Beschäftigungsgarantie bis 2011
IG Metall einigt sich mit Volkswagen

In den Tarifverhandlungen für die westdeutschen Volkswagen-Werke haben sich Management und IG Metall auf einen Kompromiss geeinigt und geben den Beschäftigten eine Arbeitsplatzgarantie bis zum Jahr 2011. Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Übereinkunft begrüßt. "VW zeigt, wie es geht", lobte Schröder die Einigung.

HB HANNOVER. „Die Beschäftigungssicherung geht bis 2011“, sagte ein IG-Metall-Vertreter am Mittwoch in Hannover. Auf die Frage, ob insgesamt ein zustimmungsfähiger Kompromiss gefunden worden sei, hatte zuvor ein Mitglied der Großen Tarifkommission mit „Ja“ geantwortet. Ein anderer Gewerkschafter sagte: „Es gibt ein Ergebnis.“

Ein VW-Sprecher sagte lediglich: „Wir sind zuversichtlich, dass wir heute noch eine Einigung finden werden.“ Der VW-Gesamtbetriebsratschef Klaus Volkert bestätigte hingegen, dass das Management bereits Zustimmung zum Tarifkompromiss signalisiert habe. Die Beschäftigten würden eine Einmalzahlung von 1000 Euro im März erhalten, müssten dafür aber bis Januar 2007 auf Einkommenssteigerungen verzichten.. „VW kann eine große Menge Geld durch den Kompromiss sparen“, fügte er hinzu.

„Wir mussten einige Kröten schlucken“, sagte der Verhandlungsführer der IG Metall, Hartmut Meine, nach einem mehr als 24-stündigen Verhandlungsmarathon. Das Kernziel einer Garantie für alle 103 000 Arbeitsplätze in den sechs westdeutschen Werken - nur um diese ging es in dieser Tarifrunde - hat die IG Metall aber erreicht.

Meine forderte auch vom VW-Vorstand nun einen Sparbeitrag. Der Verhandlungsführer der IG Metall sagte, es sei eine „knallharte Tarifrunde“ gewesen. Nach Angaben des Konzerns wird Volkswagen bei diesem Kompromiss das Einsparziel von zunächst einer Milliarde Euro erreichen. Die Aktie verlor an der Börse allerdings zwischenzeitlich rund zwei Prozent auf 35,30 Euro.

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