Beschaffungsskandal gibt Airbus Hoffnung auf neue Chance
US-Kongress stoppt Auftrag für Boeing-Tankflugzeuge

Das Angebot des Flugzeugherstellers zur Lieferung von rund 100 Flugzeugen zur Luftbetankung über 23,5 Mrd. Dollar wurde vom US-Kongress endgültig zurückgewiesen. Zudem blockierten die Senatsmitglieder einen Auftrag über sechs Mrd. Dollar zur Wartung von Betankungsflugzeugen.

HB PORTLAND. Zur Begründung verwiesen Kongress-Abgeordnete auf den in der jüngsten Vergangenheit durch ethisches Fehlverhalten beschädigten Ruf der Luftfahrtkonzerns. Die Pentagon-Führung müsse die Ausschreibungen neu öffnen und einen solchen Kauf neu begründen.

Boeing wollte mehr als 100 Tankflugzeuge an die amerikanischen Streitkräfte verleasen oder verkaufen. Die jetzige Streichung der Aufträge ist für den Konzern, der die Tankflugzeuge auf Basis des Langstreckenjets B 767 liefern sollte, ein schwerer Schlag. Boeing warnte bereits, dass ohne den Auftrag die Produktion der B 767 eingestellt und 270 bis 300 Mill. Dollar abgeschrieben werden müssten.

Der umstrittene Tankerauftrag steht seit Monaten im Zentrum eines Beschaffungsskandals, über den bereits Vorstands- und Finanzchef von Boeing gestolpert sind. Die Enthüllungen um die im Fokus stehende ehemalige Vize-Beschaffungsdirektorin im Pentagon, Darleen Druyun, hatten in Washington Rufe nach neuen Ermittlungen zur Auftragsvergabe an Boeing und einer umfassenden Prüfung des Pentagon-Beschaffungswesens ausgelöst. Druyun hatte zugegeben, sie habe Boeing bevorzugt behandelt bevor sie als hoch bezahlte Managerin zu dem Konzern gewechselt war. In der vergangenen Woche wurde sie zu neun Monaten Gefängnis verurteilt.

Auch die Airbus-Mutter EADS und Lockheed Martin erwägen rechtliche Schritte. Der größte US-Rüstungskonzern hatte bei einem Milliardenauftrag für Transportflugzeuge den Kürzeren gezogen, obwohl er sein Angebot für besser hielt als das von Boeing.

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