"Bessere Verfassung als vor einem Jahr"
ABB mit operativen Verbesserungen

Beim hochverschuldeten Elektrotechnikkonzern ABB stellen sich allmählich operative Verbesserungen ein. Im zweiten Quartal 2003 resultierte wegen Verlusten in Zusammenhang mit Veräußerungen von Unternehmensteilten zwar noch ein Fehlbetrag von 55 Millionen Dollar nach einem Gewinn von 38 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

Reuters ZÜRICH. Der Betriebsgewinn stieg aber um 14 Prozent auf 171 Millionen Dollar, wie ABB am Dienstag mitteilte. ABB bestätigte die Aussichten für das laufende Jahr und bis 2005. ABB peilt 2003 eine operative Gewinnmarge von vier Prozent an verglichen mit 3,4 Prozent im zweiten Quartal. Der Umsatz soll um vier Prozent wachsen. Im zweiten Halbjahr erwartet ABB mehr Aufträge und anziehende Umsätze.

Im zweiten Quartal wuchs der Umsatz den Angaben zufolge dank der Abschwächung des Dollars um zwölf Prozent auf 5 061 Millionen Dollar. Einem Wachstum in Asien und dem Dienstleistungsgeschäft seien tiefere Investitionen in einigen Branchen sowie eine schwache Nachfrage in Amerika gegenübergestanden. In Lokalwährungen ging der Umsatz um zwei Prozent zurück.

ABB sei in deutlich besserer Verfassung als vor einem Jahr, wurde ABB-Konzernchef Jürgen Dormann in der Mitteilung zitiert. Allerdings stieg die Gesamtverschuldung zur Jahresmitte auf 8,3 Milliarden Dollar verglichen mit 8,2 Milliarden Ende März. Ein seit Monaten laufendes Devestitionsprogramm soll hier Erleichterung bringen. Vor allem der geplante Verkauf der Division Öl, Gas & Petrochemie soll die Verschuldung bis zum Jahresende auf rund 6,5 Milliarden Dollar senken. Hier gehen die Verhandlungen weiter und ABB rechnet weiterhin mit einem Abschluss bis zum Jahresende.

Die Division dürfte allerdings erst verkauft werden, wenn ABB einen Asbest-Vergleich in den USA mit über 100 000 Klägern unter Dach und Fach hat. Nach der Genehmigung des Vergleichs durch eine Richterin wartet ABB nun auf einen abschließenden Entscheid eines US-Bezirksrichters. Am 31. Juli hört der Richter die Parteien an.

Von Reuters befragte Analysten hatten für das zweite Quartal ein Nullergebnis prognostiziert. Für den Umsatz hatten die Experten fünf Milliarden Dollar geschätzt.

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