Bestechungsvorwürfe
Ermittler durchleuchten Ratiopharm-Vertrieb

Die umstrittenen Vertriebsmethoden des Generika-Herstellers Ratiopharm haben die Staatsanwaltschaft Ulm auf den Plan gerufen.

HB ULM/BERLIN. Ein Sprecher der Ermittlungsbehörde bestätigte am Dienstag auf Anfrage einen Bericht der „Welt“, wonach ein formelles Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts möglicher Untreue und Bestechlichkeit im Geschäftsverkehr eingeleitet worden sei. Die Staatsanwaltschaft prüfe die Anschuldigungen gegen Ratiopharm auf ihre strafrechtliche Relevanz. Über eine mögliche Anklage sei mit der Einleitung des Verfahrens jedoch nicht entschieden, sagte der Behördensprecher.

In der Vergangenheit war in Medienberichten über aggressive Vertriebsmethoden von Ratiopharm berichtet worden. Demnach sollen bis zu 1 000 niedergelassene Ärzte Beträge zwischen wenigen hundert und mehr als 2 000 Euro je Quartal von Ratiopharm erhalten haben, damit diese die Ratiopharm-Produkte verschreiben.

Das Unternehmen, Marktführer bei Nachahmerpräparaten, hatte die Vorwürfe strikt zurückgewiesen und rechtliche Schritte angekündigt. Die Vorwürfe stützten sich, so Ratiopharm laut „Welt“, auf dubiose Quellen, Werturteile ehemaliger Mitarbeiter und falsche Fakten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%