Bestechungszahlungen
Daimler-Chrysler droht offenbar hohe Strafe aus den USA

Im Zusammenhang mit Ermittlungen der US-Börsenaufsicht SEC und des US-Justizministeriums wegen Bestechungszahlungen droht Daimler-Chrysler nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ eine hohe Strafe.

HB STUTTGART/HAMBURG. Es werde derzeit über einen Vergleichsvorschlag diskutiert, der eine Zahlung von 640 Millionen Dollar (501 Mio Euro) vorsehe, schreibt der “Spiegel“ unter Berufung auf Kreise des Autokonzerns.

Ein Daimler-Chrysler-Sprecher sagte dazu am Samstag, über die bereits im Geschäftsbericht veröffentlichten Informationen zu den Untersuchungen hinaus gebe man keinen Kommentar.

Das US-Justizministerium ermittelt seit 2004 gegen den Autokonzern, weil Manager angeblich in mehr als einem Dutzend Länder Schmiergelder gezahlt haben sollen. Daimler-Chrysler hatte dazu erklärt, dass man den US-Behörden auf freiwilliger Basis Informationen zur Verfügung gestellt habe. Man habe festgestellt, dass primär in Afrika, Asien und Osteuropa unsachgemäße Zahlungen erfolgt seien, heißt es im Geschäftsbericht 2005.

In verschiedenen Ländern habe man freiwillig nachträglich Steuerverbindlichkeiten geregelt. Durch die dadurch nötig gewordene Korrektur von Geschäftsabschlüssen habe sich das Konzernergebnis 2005 um 64 Millionen Euro vermindert. Man habe Maßnahmen ergriffen, dass solch unsachgemäßes Verhalten nicht wieder auftrete, heißt es weiter. Im Zusammenhang mit den Vorwürfen aus den USA hatte die Staatsanwaltschaft Stuttgart im März ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.

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