Beteiligung an LipoNova: Stada baut Geschäft mit Spezialpharmazeutika aus

Beteiligung an LipoNova
Stada baut Geschäft mit Spezialpharmazeutika aus

Mit einer Beteiligung an dem Biotechnologieunternehmen LipoNova hat der Generikahersteller Stada sein Geschäft mit Spezialpharnazeutika ausgebaut. Stada habe für 6,4 Millionen Euro von den bisherigen Gesellschaftern 16 Prozent der Anteile der LipoNova erworben, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Donnerstag mit.

HB FRANKFURT. Somit habe Stada auch die weltweiten exklusiven Vermarktungsrechte für den Tumorimpfstoff Reniale, für den im Dezember die Zulassung beantragt worden sei, übernommen. Im Falle einer Zulassung werde Stada weitere 16 Prozent der Anteile von den gleichen Verkäufern für rund acht Millionen Euro übernehmen. Am Mittwoch hatte Stada mitgeteilt, es habe die Zulassung für ein Antidepressionswirkstoff erworben.

Die Stada-Aktie verlor am Nachmittag 3,28 Prozent auf 45,45 Euro.

Mit Reniale erhalte Stada die Chance, ohne eigene Wirkstoffforschung auch ein Produkt zur Krebsbehandlung anbieten zu können, hieß es weiter. Damit könne der Konzern sein Onkologika-Geschäft im Kernsegment Spezialpharmazeutika ausbauen. Zum Kernsegment zählen außerdem Nachahmerprodukte (Generika) von Präparaten deren Patentschutz abgelaufen ist sowie Markenprodukte wie das Sonnenschutzmittel Ladival.

In der Generikasparte hatte Stada erst am Mittwoch die Zulassungen für das Medikament Mirtazapin vom niederländischen Chemie- und Pharmaunternehmen Akzo Nobel erworben. Mit dem Erwerb erteilter Zulassungen für Mirtazapin-Filmtabletten für alle drei Stärken könne Stada das Medikament als Generikum frühzeitig ab April in Deutschland vertreiben. Über den Kaufpreis sei zwischen der Akzo-Nobel-Tochter N. V. Organon und Stada Stillschweigen vereinbart worden. Nachahmerpräparate für den Wirkstoff Mirtazapin, der unter dem Markennamen Remergil SolTab von Organon verkauft wird, sind in Deutschland bislang noch nicht auf dem Markt.

Stada hatte im Oktober eine Kapitalerhöhung abgeschlossen, die der Gesellschaft etwa 266 Millionen Euro in die Kassen gespült hatte. Das Unternehmen hatte damals angekündigt, es wolle das Geld unter anderem für weitere Zukäufe nutzen. Stada hatte bereits im vergangenen Jahr den Ausbau seines internationalen Geschäfts unter anderem durch Akquisitionen in Europa, Nordamerika und Asien vorangetrieben.

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