Beteiligung an Turbinen-Hersteller
Siemens hat Probleme in Russland

Bei Siemens wächst die Enttäuschung über die Beteiligung am russischen Turbinen-Hersteller Power Machines. Auf einer Branchentagung im russischen Sotschi sprach Siemens-Russland-Chef Dietrich Möller vor Journalisten von „einer bedauernswerten Situation“. Siemens ist mit 25 Prozent plus einer Aktie an Power Machines beteiligt, darf das Paket aber nach wie vor nicht aufstocken.

fas / tom MÜNCHEN / SOTSCHI. Möller erklärte, es sei auch denkbar, sich ganz von der Beteiligung zu trennen. Die von Siemens angestrebte Übernahme einer Kontrollmehrheit war 2005 von den russischen Kartellbehörden aus Gründen der nationalen Sicherheit gestoppt worden, weil Power Machines auch Rüstungsgüter produziert. Jüngst hatte der Aufsichtsrat des russischen Strommonopolisten RAO UES, der ebenfalls eine Sperrminorität an Power Machines hält und erwägt diese zu verkaufen, zudem empfohlen, das Aktienpaket an einen russischen Investor zu veräußern. Eine Entscheidung steht aber noch aus.

Am heutigen Freitag will der UES-Aufsichtsrat über eine geplante Kapitalerhöhung von rund 500 Mill. Dollar bei Power Machines beraten. Nach Angaben eines Siemens-Sprechers in Moskau ist der Konzern bereit, sich daran gemäß seinem Anteil zu beteiligen.

Russischen Medienberichten zu Folge schaut der Konzern sich aber auch nach Alternativen um und erwägt den Einstieg bei Techopromexport, einem Konkurrenten von Power Machines. Siemens in Moskau wollte das aber nicht kommentieren.

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