Beteiligung soll Machtverlust bei Electrabel verhindern
Belgische Kommunen wollen Anteil an Suez

Die belgischen Kommunen wollen nach der Übernahme des belgischen Versorgers Electrabel, durch die französische Suez ihren Einfluss wahren. Sie sind Großaktionäre bei Electrabel und erwägen nach Informationen der Handelsblatt-Partnerzeitung La Tribune, im Gegenzug mit bis zu 15 Prozent bei Suez einzusteigen.

ali PARIS. Gemeinsam mit dem belgischen Investor Albert Frère kämen sie dann auf einen Suez-Anteil von 25 Prozent und verfügten damit über eine Sperrminorität. Die vollständige Übernahme des belgischen Stromriesen Electrabel durch die französische Suez hat in Belgien Bedenken über den Ausverkauf der heimischen Industrie an ausländische Konzerne hervorgerufen.

Um diese Beteiligung zu finanzieren, sind die Kommunen bereit, ihren 15-Prozent-Anteil an der französisch-belgischen Finanzgruppe Dexia an Fortis zu verkaufen. Durch die Annäherung dieser beiden Finanzdienstleister entstünde zusätzlich ein niederländisch-belgischer Finanzriese. Fortis-Chef Maurice Lippens gilt als Verfechter der belgischen Interessen. Laut Tribune habe Fortis die Annäherung mit Dexia nicht dementiert. Bei Dexia hat zu diesem Thema gestern Abend ein Treffen der Unternehmensspitze stattgefunden, so La Tribune.

Für das geplante Manöver ist indes noch die Zustimmung der belgischen Regierung nötig. Die belgischen Kommunen benötigen eine Ausnahmegenehmigung von der Regel, die ihnen untersagt, in private Unternehmen zu investieren. Kommende Woche sollen sich die Vertreter der belgischen Kommunen treffen, um ihre endgültige Antwort auf das Übernahme-Angebot von Suez für Electrabel zu formulieren.

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