Beteiligung
Tui will es ohne Staat versuchen

Der Reise- und Schifffahrtskonzern Tui fürchtet zwar eine feindliche Übernahme. Bundesländer als weiße Ritter kann sich Tui aber nicht vorstellen.

HB FRANKFURT. Der hannoversche Konzern hat nach eigenen Angaben kein Interesse an einem Einstieg des Staates. Es gebe keine Gespräche zwischen Tui, der Stadt Hamburg und dem Bundesland Niedersachsen über eine öffentliche Beteiligung an dem Unternehmen, teilte Tui am Freitag mit. „Solche Verhandlungen sind auch nicht beabsichtigt.“ Der Konzern sucht firmennahen Kreisen zufolge den Beistand großer Investoren, um eine drohende feindliche Übernahme und Zerschlagung zu verhindern.

Dabei hatte es auch Kontakte zu Hamburg und Niedersachsen gegeben, wie Tui mitteilte. „Im Rahmen von regelmäßig stattfindenden Gesprächen hatte der Tui-Vorstand vor einigen Wochen einmalig beide Länder über die aktuelle Situation der Schifffahrtstochter Hapag-Lloyd und des Konzerns informiert“, hieß es in der kurzen Erklärung.

Britische Anleger um den Vermögensverwalter Hermes drängen den Vorstand, den Konzern aufzuspalten. Tui hatte die Schifffahrtssparte zuletzt deutlich ausgebaut. Der Bereich war im ersten Halbjahr aber in die roten Zahlen gerutscht. Eine Trennung von der Container-Reederei Hapag-Lloyd lehnt der Vorstand ab. Die Branche befinde sich derzeit auf dem absteigenden Ast in ihrem Konjunkturzyklus.

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