Beteiligungsfirma
Indus Holding erwartet verhaltene Geschäfte

Die Indus Holding schraubt ihre Erwartungen zurück. Vorstandschef Abromeit bleibt bei der Formulierung seiner Jahresziele vorsichtig. Grund dafür sind die schwache Konjunktur und gestiegene Lohnkosten.
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DüsseldorfDie auf Industriebeteiligungen spezialisierte Indus Holding treibt ihr Wachstum voran. Vorstandschef Jürgen Abromeit nimmt vor allem Firmen aus den Bereichen Medizin/Gesundheit, Verkehr/Logistik, Automatisierung sowie Energie- und Umwelttechnik als Zukauf ins Visier. "Das sind die industriellen Megatrends der Zukunft", versicherte er am Montag in Düsseldorf.

Nach dem Zukauf des Logistik-Maschinenbauers Budde hofft Abromeit auf eine weitere Chance in diesem Jahr. "Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn uns eine zweite Akquisition in 2013 nicht gelingt." Am liebsten wäre ihm ein Unternehmen mit Umsätzen zwischen 20 und 80 Millionen Euro. Der Erwerb von 75 Prozent an Budde mit einem Umsatz von rund 50 Millionen Euro sei der bedeutendste Zukauf der vergangenen Jahre gewesen. "Aber Budde war erst der Anfang."

Wegen der schwachen Entwicklung in Europa stellt sich der Vorstand auf eine verhaltene Geschäftsentwicklung ein. Abromeit blieb daher bei seinen Jahreszielen vorsichtig. Der Umsatz soll demnach in diesem Jahr 1,1 bis 1,3 Milliarden Euro erreichen nach 1,1 Milliarden im Vorjahr.

Beim operativen Gewinn (Ebit) will der Manager mehr als 100 Millionen Euro erzielen und möglichst das Vorjahresergebnis von 105,7 Millionen Euro übertreffen. Während einerseits stabile Materialpreise Indus entgegenkämen, erwarte er aber wiederum Belastungen aus hohen Tarifabschlüssen, sagte Abromeit.

Bereits 2012 hatte Indus, die 39 Töchter aus dem Maschinenbau, der Medizin- und Fahrzeugtechnik, Metallverarbeitung sowie Bau/Infrastruktur unter einem Dach vereint, wegen der Konjunkturflaute und gestiegener Lohnkosten weniger verdient.

Während sich die Töchter aus der Medizintechnikbranche sowie dem Bereich Bau/Infrastruktur besonders profitabel entwickelten, schwächelte die Metallverarbeitung. Die operative Umsatzrendite (Ebit-Marge) des Unternehmens mit seinen rund 40 Industriebeteiligungen gab auf 9,6 (Vorjahr: 10,1) Prozent nach. Den Aktionären versprach Abromeit trotzdem eine konstante Dividende von einem Euro je Aktie.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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