Beteiligungsfirma trennt sich vom gesamten Wohnungsbestand - Entschuldung dient Fusion mit Klöckner
WCM sucht Käufer für Immobilientochter

Die Frankfurter Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft WCM will sich von ihren mehr als 31 000 Wohnungen trennen. Nach Angaben aus Firmenkreisen der WCM führt Vorstandschef Roland Flach bereits mit verschiedenen Interessenten Gespräche über den Verkauf des gesamten Bestands.

HAMBURG. Darunter seien diverse Private-Equity-Firmen, die bereits über Wohnungsbestände in Deutschland verfügten, heißt es aus den Kreisen weiter.

Um den Verkauf zu erleichtern, will der Vorstand bis zum Ende des Jahres alle Wohnungsbestände in die Frankfurter WCM-Immobilientochter RSE Grundbesitz und Beteiligungs-AG einbringen. Der Gesellschaft gehören bereits über 16 500 Einheiten. Die restlichen Wohnungen hält WCM in diversen anderen Tochterfirmen – darunter rund 10 000 Einheiten bei der Gladbacher Aktienbaugesellschaft (GAB) in Mönchengladbach. An der RSE hält die Frankfurter Beteiligungsholding 97,3 Prozent.

Stefan Leibold, Fondsmanager bei der Stuttgarter Privatbank Ellwanger & Geiger, hält die Veräußerungspläne für sinnvoll. „Dadurch kann der Vorstand die Verschuldung im Konzern drastisch verringern, möglicherweise sogar vollständig abbauen“, sagt Leibold. WCM hat über Gesamtverbindlichkeiten von mehr als 1,8 Mrd. Euro, davon sind rund 1,4 Mrd. Euro Bankschulden.

Die Entschuldung dient vor allem der bevorstehenden Fusion der WCM Holding mit der Klöckner- Werke AG in Duisburg. Sie würde dadurch erleichtert, denn der Konzern wäre – bis auf einige Gewerbeimmobilien und wenige kleinere Beteiligungen – vollständig entschlackt, heißt es in Firmenkreisen. Der Vorstand will sich künftig auf die Klöckner-Werke AG konzentrieren, da dieses Unternehmen die letzte verbliebene werthaltige Beteiligung im Konzern ist. Sie besteht vor allem aus dem Dortmunder Abfüll- und Verpackungsspezialisten KHS.

WCM-Vorstandschef Flach hatte vor kurzem angekündigt, das Duisburger Unternehmen mit der WCM zu verschmelzen. Wie die Fusion allerdings erfolgen soll, ist noch offen. Im Gespräch ist, die WCM auf die Klöckner-Werke AG im Aktienumtauschverhältnis zwölf zu eins zu fusionieren. Danach soll das Unternehmen umbenannt werden.

Seite 1:

WCM sucht Käufer für Immobilientochter

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%