Beteiligungsvertrag unterzeichnet
BASF wird Europäische Gesellschaft

Grünes Licht für die Umwandlung des BASF-Konzerns in eine Europäische Gesellschaft. Der Chemieriese hat sich mit Arbeitnehmervertretern über die Mitbestimmung nach der Umwandlung in eine Europa-AG geeinigt.

HB FRANKFURT. Der Aufsichtsrat der BASF SE wird auf zwölf von 20 Mitgliedern verkleinert, sechs davon stellen die Arbeitnehmer. Zugleich gibt es künftig einen Europa-Betriebsrat mit 23 Mitgliedern aus zwölf Ländern, wie der Ludwigshafener Konzern am Donnerstag mitteilte. Acht Mitglieder stammten künftig aus Deutschland.

Die Chemiegewerkschaft IG BCE lobte die Vereinbarung. "Das ist der Maßstab, an dem wir in Zukunft alle Unternehmen aus unseren Branchen messen werden, die sich eine europäische Rechtsform geben wollen“, sagte IG-BCE-Chef Hubertus Schmoldt. Eine paritätische Besetzung des SE-Aufsichtsrates sowie seiner Ausschüsse sei gesichert worden. Für die Arbeitnehmer wird auch eine Vertreterin aus dem BASF-Werk im belgischen Antwerpen im Aufsichtsrat sitzen. In deutschen AG-Aufsichtsräten sind in der Regel nur Arbeitnehmer aus Deutschland vertreten.

BASF will die Umwandlung in eine SE (Societas Europaea) mit der Eintragung ins Handelsregister Anfang 2008 abschließen. International agierende Konzerne brauchen mit dieser Rechtsform keine eigenen Tochterfirmen im europäischen Ausland mehr, was die Strukturen vereinfacht und die Kosten senkt. Europa-AGs sind nicht zwangsläufig den strengen deutschen Mitbestimmungsregeln unterworfen.

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