Betriebsgewinn gesteigert
Gerresheimer profitiert von Zukäufen

Der Börsenneuling Gerresheimer hat in den ersten sechs Monaten seines Geschäftsjahres den operativen Gewinn deutlich gesteigert – nicht zuletzt dank profitabler Zukäufe. Aufgrund des Börsengang konnte das Unternehmen zudem seine Verbindlichkeiten deutlich reduzieren.

HB DÜSSELDORF. Für die kommenden Monate kündigte der Vorstand am Montag in Düsseldorf eine weitere Verbesserung der Ertragslage an. Dann komme eine Zinsentlastung durch zurückgeführte Schulden zum Tragen. Mit den aus dem Börsengang zugeflossenen Mitteln reduzierte der Konzern seine Verbindlichkeiten um rund 330 Mill. auf 445 Mill. Euro.

Im Zeitraum Dezember bis Mai steigerte der Zulieferer für die Pharma- und Kosmetikindustrie den bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 47 Prozent auf 80,3 Mill. Euro. Netto sank der Verlust um knapp die Hälfte auf acht Mill. Euro. Dank des zugekauften bayerischen Kunststoff-Spezialisten Wilden legte der Umsatz um knapp 40 Prozent auf 447,3 Mill. Euro.

Für das Gesamtjahr bekräftigte der Vorstand seine Planungen: Der Umsatz soll organisch um acht bis neun Prozent wachsen und die bereinigte operative Umsatzrendite knapp 19 Prozent erreichen. Früheren Angaben zufolge soll auch netto die Gewinnschwelle erreicht werden nach einem Verlust von rund 50 Mill. Euro im Vorjahr.

Die bis 2003 schon einmal an der Börse gelistete Firma gilt als Kandidat für den Nebenwerteindex MDax. Derzeit werden die Papiere im Primestandard bei 37,60 Euro gehandelt, drei Euro unter dem Ausgabekurs. Der Produzent von Arzneimittelfläschchen, Inhalatoren und Einwegspritzen beschäftigt weltweit 10 000 Mitarbeiter an 37 Standorten und will durch Zukäufe weiter expandieren. „Wir führen weltweit Gespräche“, sagte Vorstandschef Axel Herberg. In den vergangenen Monaten erwarb Gerresheimer neben der Firma Wilden mit einem Jahresumsatz von rund 240 Mill. Euro die Pharmaglassparte der US-Firma Comar. Zudem gründete der Konzern ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Partner Thermo Fisher Scientific, an dem die Düsseldorfer 51 Prozent halten.

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