Betriebsgewinn stieg an
BASF sieht keine Signale für kurzfristigen Aufschwung

Der weltgrößte Chemiekonzern BASF hat im zweiten Quartal dank gestiegener Ergebnisse im Bereich Pflanzenschutz und Ernährung einen etwas höheren Betriebsgewinn vor Sonderposten erwirtschaftet als im Vorjahreszeitraum. Damit übertraf das Unternehmen leicht die Prognosen von Branchenexperten.

Reuters LUDWIGSHAFEN. Der Gewinn nach Steuern brach allerdings um 61,2 Prozent auf 195 Mill. Euro ein, wie BASF am Donnerstagmorgen mitteilte. „Sie können sich auf die Kraft der BASF verlassen, auch wenn wir unter wirtschaftlichen Bedingungen agieren müssen, die nur sehr wenige ermutigende Signale aufweisen“, erläuterte Konzernchef Jürgen Hambrecht vor Beginn der Bilanzpressekonferenz in Ludwigshafen.

Im Zeitraum April bis Ende Juni erwirtschaftete BASF einen Betriebsgewinn vor Sonderposten von 832 Mill. Euro, ein Plus von 1,2 Prozent binnen Jahresfrist. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Betriebsgewinn vor Sondereinflüssen - wie Kosten für Restrukturierungen - von 823 Millionen Euro gerechnet. Ausblickend prognostizierte BASF für das dritte Quartal nun aber ein geringeres Betriebsergebnis vor Sonderposten und einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Im Gesamtjahr bedürfe es besonderer Anstrengungen, um Umsatz und Ergebnis des Vorjahres zu erreichen, hieß es. Im zweiten Quartal setzte BASF mit 8,249 Mrd. Euro rund 1,6 Prozent weniger um als im Vorjahr.

Hambrecht sagte, die Signale von den Kunden wiesen nicht auf einen kurzfristigen Aufschwung hin. Mit einem umfangreichen Restrukturierungsprogramm vor allem in Nordamerika will das Unternehmen nun zusätzlich Kosten senken. Ziel sei es, in einer ersten Stufe damit 100 Mill. Dollar einzusparen. Dafür würden Einmalkosten von 55 Mill. Dollar erwartet. Für die zweite Stufe des Programms werden Kosteneinsparungen von mindestens 150 Mill. Dollar erwartet, die bis 2006 umgesetzt würden. Hambrecht hatte bereits angekündigt, das eine Ergebnisverbesserung in Nordamerika ein zentrales Ziel des Konzerns sein werde.

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