Betriebsratschef
Opel hat Geländewagen-Trend verpasst

Kleine Sport- und Geländewagen werden in Deutschland immer begehrter. Doch Opel habe beim SUV-Trend „viel verpasst“, beklagt Betriebsratschef Schäfer-Klug. Viel Arbeit für die Zukunft.
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FrankfurtOpel hat den Trend zu Geländewagen nach Ansicht von Betriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug teilweise verschlafen. „Wir brauchen ganz dringend einen neuen Kompakt-Geländewagen auf Basis des Astra, denn das ist ein enorm wichtiger Markt – da wurde bislang viel verpasst“, sagte Schäfer-Klug der „Frankfurter Rundschau“ (Donnerstagausgabe).

Das Fieber um Sport Utility Vehicle (SUV) hat den deutschen Markt ergriffen. Mit kleinen Sport- und Geländewagen verdienen die Hersteller gutes Geld – die Nachfrage boomt mit zweistelligen Wachstumsraten. Dabei ist es den Käufern häufig egal, ob die Stadtflitzer auf Stelzen wegen des größeren Luftwiderstands mehr Treibstoff verbrauchen als die Kompaktautos und Kleinwagen, von denen sie abstammen. Auch Opel kann von dem Trend profitieren: Seit Sommer 2012 bietet die GM-Tochter den kompakten Geländewagen Mokka an, der sich für Opel-Verhältnisse zu einem Bestseller entwickelt. Aktuell gebe es 120.000 Bestellungen für das Fahrzeug, sagte Opel-Chef Karl-Thomas Neumann vor wenigen Tagen.

Auch bei größeren Autos könnte Opel seine Modellpalette ausbauen. Für ein zusätzliches Modell oberhalb des Mittelklasse-Wagens Insignia sehe er „auch Chancen für den deutschen Markt“, sagte Schäfer-Klug. Solch ein Auto könne gemeinsam mit der US-Schwestermarke Buick entwickelt werden. Auch hält es der Opel-Betriebsratschef für denkbar, dass künftig Buick-Fahrzeuge für den amerikanischen und den chinesischen Markt bei Opel in Deutschland gefertigt werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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