Betriebsversammlung
Aus für Opel-Werk Bochum 2016 wahrscheinlich

Die Zeit für das Opel-Werk in Bochum läuft offenbar ab. Am Montag soll die Belegschaft über die Zukunft des Werkes informiert werden. Als wahrscheinlich gilt eine Schließung 2016.
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HamburgNach jahrelangem Siechtum droht dem Bochumer Opel-Werk das Aus. Der Betriebsrat will die Belegschaft am Montag über die Pläne des Vorstands informieren. Bochums Betriebsratschef Rainer Einenkel sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag, das Management habe vor wenigen Tagen bekräftigt, dass in der Fabrik mit mehr als 3000 Mitarbeitern in der Ruhrgebietsstadt nach dem Auslaufen des aktuellen Familienwagens Zafira Ende 2016 kein neues Modell vom Band laufen solle.

„Damit ist spätestens 2016 Schluss für Bochum als Fahrzeugwerk.“ Opel kündigte die Teilnahme eines Vorstandsmitglieds an der Betriebsversammlung an, nannte aber keine Details zum Stand der Verhandlungen.

Die Opel-Mutter General-Motors hatte bereits im Juni angekündigt, Bochum eine Galgenfrist von vier Jahren zu geben. Im Gegenzug sollten bis dahin für alle Standorte der hohe Verluste schreibenden Tochter in Deutschland betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden. Seitdem laufen mit dem Betriebsrat Verhandlungen über die Auslastung der Standorte in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern.

Gesamtbetriebsratschef Wolfgang Schäfer-Klug hatte GM im Reuters-Interview jüngst zum Verzicht auf jede Werksschließungen aufgefordert. Ohne dies werde sich das angekratzte Ansehen der Marke mit dem Blitz nicht wiederherstellen lassen, sagte er. Schäfer-Klug hatte bis Mitte Dezember ein Verhandlungsergebnis gefordert. Die Belegschaft dürfe nicht mit der Angst um ihre Arbeitsplätze in die Weihnachtspause geschickt werden.

Die Gespräche mit der Arbeitnehmervertretung dürften auch Thema des Opel-Aufsichtsrats sein, der sich laut Unternehmenskreisen am Donnerstag in Rüsselsheim treffen soll. Einem Insider zufolge tagt nächste Woche zudem der Verwaltungsrat von GM in Detroit. Dann könnten die Weichen für ein neues Sparpaket für Opel gestellt werden. Opel wollte sich nicht dazu äußern.

Der Traditionsautobauer leidet wie andere Massenhersteller massiv unter der Absatzkrise in Südeuropa und kann seine Werke kaum auslasten. Deshalb hatte Opel ab Anfang September mehr als 10.000 Beschäftigte tageweise in Zwangspause geschickt. Die Anmeldung galt zunächst bis Jahresende. Nun kündigte Opel an, die Bänder im Stammwerk Rüsselsheim auch im Januar an drei Tagen anzuhalten. In Bochum sei im Januar an zehn Tagen Kurzarbeit geplant.

 
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Klar verschlechtert die Absatzkrise das ganze Bild, aber machen wir uns nichts vor, es wird schlicht und einfach zu teuer in West-Europa zu produzieren! Alle grossen Autobauer und deren Lieferanten investieren in neue in Osteuropa und in den heutigen Wachstumsmärkten! Die Schaeffler Gruppe, Deutschlands grösster Lieferant für die Autoindustrie produziert seit 1997 in Ungarn mit Erfolg und das Tocher-Unterhnemen INA betreibt in der slowakischen Region Kysuce (Kysucké) in Nove Mesto eine Fabrik, die für € 40.000.000 erweitert wurde.

  • Wiedereinmal keine Unternehmensname im Header, es kann doch nicht so schwer sein dort einfach Opel davor zu schreiben.

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