Während die Börse und Analysten am Donnerstag positiv auf den Fusionsplan reagierten, vertiefen sich die Sorgenfalten der Kunden, die sich nun bald einer noch größeren Konzentration im Bergbau gegenübersehen könnten. „Wenn es tatsächlich zu dieser Fusion kommen sollte, würde das die Situation für die Stahlhersteller noch weiter verschärfen“, sagte Dieter Ameling, Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, dem Handelsblatt. Es gäbe dann nur noch zwei Erzlieferanten mit einer erdrückenden Marktmacht. Schon jetzt kontrollieren die drei Rohstoffkonzerne CVRD aus Brasilien sowie Rio Tinto und BHP mehr als zwei Drittel des weltweiten Erzhandels.
Experten rechnen ohnehin schon mit einem weiteren Preissprung von bis zu 50 Prozent im kommenden Jahr. Analysten rechnen damit, dass die Kartellwächter weltweit einen kritischen Blick auf die Fusion werfen würden. Die Konzerne wären gemeinsam unter anderem größter Anbieter von Kohle, Kupfer und Aluminium. BHP werde nach einer Übernahme die besten Minen herauspicken und den Rest verkaufen, um Kartellauflagen zu erfüllen, mutmaßt ein Fondsmanager.

