Bielefelder Maschinenbau-Konzern
Gildemeister will wieder Nettogewinn einfahren

Nach tiefroten Zahlen befindet sich Gildemeister wieder auf dem Weg nach oben. Der Bielefelder Maschinenbau-Konzern strebt 2004 unter dem Strich wieder einen Gewinn an.

HB BIELEFELD. Angesichts der zunehmenden Nachfrage auch auf dem für Gildemeister bedeutenden US-Markt sowie Einsparungen bei Sachinvestitionen werde 2004 eine deutliche Verbesserung des Vorsteuerergebnisses erwartet und damit auch unter dem Strich ein Gewinn, sagte Vorstandschef Rüdiger Kapitza am Montag in Bielefeld. Ob allerdings auch eine Dividende gezahlt werden könne, sei noch offen. Dazu müsse Kapitza einen Gewinn vor Steuern „deutlich über 20 Mill. €“ erzielen. Das Unternehmen hatte zuletzt 2001 je Aktie 60 Cent gezahlt worden.

Beim Umsatz werde 2004 ein Anstieg um drei bis fünf Prozent angepeilt, beim Auftragseingang ein Plus von fünf Prozent, sagte Kapitza. Die im SDax gelistete Aktie legte rund ein Prozent auf 7,58 € zu.

Im ersten Quartal werde wie bereits angekündigt wegen höherer Marketingaufwendungen durch die Vielzahl regionaler Frühjahrsmessen sowie gestiegener Finanzierungskosten vor Steuern noch ein Verlust anfallen. Insgesamt habe sich die Nachfrage in den ersten drei Monaten aber zunehmend belebt. Auf dem für Gildemeister bedeutenden US-Markt sei der Start erstmals seit Jahren sehr gut angelaufen. „In den USA haben wir (im ersten Quartal) doppelt so viel verkauft wie im Vorjahr“, erklärte Kapitza.

Erfolg versprechend sei auch das Geschäft in China angelaufen, wo Gildemeister vor einem Jahr einen Produktionsstandort eröffnet hatte. Nachdem im Anlaufjahr noch ein geringer Verlust angefallen sei, werde die Fertigung 2004 profitabel arbeiten. 2003 habe der Konzern 150 Maschinen in China produziert, im laufenden Jahr dürften es knapp 300 sein, kündigte Vorstandsmitglied Raimund Klincker an.

In dem für den Maschinenbau schwierigen Vorjahr hatte der im SDax gelistete Konzern sein Umsatz- und Ergebnisziel verfehlt und unter dem Strich erneut einen Verlust verbucht. Bei einem Umsatz von 0,977 (1,03) Mrd. € war unter dem Strich ein Fehlbetrag von 3,6 (Vorjahr: minus 18,7) Mill. € angefallen. Vor Steuern erzielte Gildemeister indes mit 10,3 (minus 7,5) Mill. € wieder einen Gewinn.

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