Bierbrauer
Bierpreis wird spürbar steigen

Biertrinker müssen sich auf höhere Preise einstellen. Diese schlechte Kunde überbrachten die Vertreter des Deutschen Brauer-Bundes. Schuld sind die gestiegenen Rohstoffkosten wie zum Beispiel beim Malz. Außerdem setzt der sinkende Absatz die Brauereien unter Druck.

HB DARMSTADT. Da auch der Vertrieb teurer geworden sei, bliebe unternehmerisch keine andere Wahl, als die Preise anzuheben. Im Brauer-Bund sind die größeren Unternehmen in Deutschland vertreten. Er repräsentiert nach eigenen Angaben rund 450 der etwa 1320 Brauereien. In Deutschland sank der Bierabsatz im ersten Quartal 2009 auf ein historisches Tief.

Nach Ansicht von Brauer-Bund-Präsident Wolfgang Burgard werden die Unternehmen auf den Absatzrückgang auch mit einem stärkeren Angebot an kleineren Bierkästen und einer veränderten Füllmenge reagieren. „Der Anteil der 20er und 24er Kästen nimmt ab“, sagte der Verbands- Chef. Dafür würden verstärkt 6er-Packs und 10er-Kästen angeboten. „In Großstädten gibt es zu 80 Prozent Ein- und Zwei-Personen-Haushalte, die die großen Kästen nicht so sehr nachfragen.“ Bei der Füllmenge könnte es neben den Klassikern wie 0,33 und 0,5 Liter auch Zwischenlösungen wie etwa eine 0,45-Liter-Flasche geben.

Der Bierdurst der Deutschen geht seit Jahren kontinuierlich zurück. Der Pro-Kopf-Verbrauch sank von 151 Liter 1976 auf 111 Liter 2008. „Hinzu kommt noch das totale Rauchverbot“, sagte Burgard. „Das hat uns in der Gastronomie mehr geschadet als die Wirtschaftskrise.“ Die Brauereien hofften nun auf ein „halbwegs vernünftiges Sommergeschäft“, damit am Jahresende ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden könne.

Beim Thema Alkoholmissbrauch und Flatrate-Trinken setzt der Verband weniger auf gesetzliche Verbote. Wirkungsvoller seien hier „gemeinsame Aktionen und Kampagnen zur Prävention und Aufklärung“.

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