Bierbrauer
Kulmbacher Brauerei mit schalen Zahlen

Die Kulmbacher Brauerei blickt auf ein Geschäftsjahr mit roten Zahlen zurück. Vor allem der Kauf der Würzburger Hofbräu belastete das Ergebnis. Für das Geschäftsjahr 2008 weist die Kulmbacher Gruppe einen Fehlbetrag von 11,3 Millionen Euro aus

HB KULMBACH. Zu der Brauerei-Gruppe aus dem oberfränkischen Kulmbach gehören in Sachsen die Sternquell Brauerei Plauen, die Braustolz Brauerei Chemnitz und die Mineralquellen GmbH Bad Brambrach. Im besonders hart umkämpften sächsischen Markt musste die Sternquell nach Angeben von Vertriebsvorstand Markus Stodden leichte Rückgänge verkraften. Die Marke Braustolz verzeichnete dagegen eine Absatzsteigerung vor allem in Chemnitz und Umgebung.

Finanzvorstand Hans P. van Zon erwartet für das laufende Jahr aber trotz des Wettbewerbsdrucks in der Branche und weiter steigender Rohstoffkosten wieder ein positives Ergebnis. Der Bierabsatz stieg gegen den Branchentrend um 1,7 Prozent auf 2,413 Mio. Hektoliter. Der Umsatz lag mit 222,5 Mio. Euro hingegen knapp unter dem Vorjahreswert.

Van Zon räumte ein, dass die ursprüngliche Einschätzung der Marke und des technischen Zustands der Würzburger Hofbräu zu optimistisch gewesen sei. Die Kulmbacher Gruppe hatte die führende Brauerei Unterfrankens für rund 40 Mio. Euro erworben.

Im Bereich alkoholfreie Getränke verringerte sich der Gesamtabsatz im vergangenen Jahr um 10,6 Prozent auf 1,103 Mio. Hektoliter. Als Hauptgrund nannte van Zon die erhebliche Zunahme von Billigangeboten in den Discountmärkten. Nach neun Mio. Euro im Jahr 2007 belief sich der Wertberichtigungsbedarf laut van Zon im vergangenen Jahr auf mehr als 16 Mio. Euro. „Wir gehen davon aus, dass wir die Lage jetzt im Griff haben“, sagte der Finanzvorstand der Deutschen Presse-Agentur dpa. Langfristig werde sich der Kauf in die Strategie der Gruppe - die Vernetzung regional starker Marken - einfügen.

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