Bierbrauer profitiert von steigender US-Nachfrage
SAB-Miller legt beim Umsatz kräftig zu

Der Brauereikonzern SAB-Miller hat seinen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Sonderposten im abgelaufenen Geschäftsjahr um 54 % auf 1,71 Milliarden Dollar gesteigert. Positiv entwickelte sich neben Osteuropa auch Zentralamerika, wo der Umsatz besonders stark zulegten.

wd KAPSTADT. Gleichzeitig kletterte der Umsatz um 41 % auf 12,65 Mrd. $. Dies teilte das britisch-südafrikanische Unternehmen gestern mit. Mit diesen Zahlen übertraf der weltweit drittgrößte Bierbrauer die Erwartungen des Marktes. Positiv entwickelte sich neben Osteuropa auch Zentralamerika, wo der Umsatz besonders stark zulegten. In Südafrika profitierte das Unternehmen von der anhaltenden Stärke der Rand-Währung.

Nach Angaben von SAB- Miller-Chairman Jacob Meyer Kahn sorgte aber vor allem die verbesserte Lage beim nordamerikanischen Brauer Miller für das gute Ergebnis. SAB fusionierte vor zwei Jahren mit Miller. Seit dem Austausch des Miller-Managements habe sich die Lage spürbar entspannt, sagte Meyer Kahn. Zuvor hatte Miller Marktanteile an den Marktführer Anheuser Busch verloren.

SAB-Miller profitierte in erster Linie davon, dass in den USA Nahrungsmittel mit wenig Kohlehydrate sehr beliebt sind. Daher stieg die Nachfrage bei Leichtbieren wie Miller Lite. Daneben honorierten Analysten, dass sich das neue Management von SAB-Miller ganz auf das Biergeschäft konzentriert. Zuvor war Miller Teil des Tabakimperiums von Philip Morris und war vernachlässigt worden.

Der Kampf zwischen SAB-Miller und Anheusser Busch in den USA weitete sich inzwischen auf Afrika und Asien aus: Erst vor kurzem begann Anheusser Busch damit, sein Budweiser auch am Kap zu verkaufen. Zudem liefern sich die beiden Bierriesen in China seit kurzem eine heftige Übernahmeschlacht um den Traditionsbrauer Harbin. Nachdem SAB-Miller im vergangenen Jahr einen Anteil von 29 % an Harbin erworben hatte, war Anheusser Busch Ende April mit einem Anteil von von 29 % nachgezogen.

Inzwischen versucht SAB-Miller im Zuge einer feindlichen Übernahme die übrigen Titel von Harbin zu erwerben. Dies dürfte die Übernahmeschlacht eskalieren lassen. Experten erwarten einen Kaufpreis von 550 Mill. $.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%