Biermarkt
Heineken kauft tschechische Brauerei Krusovice

Mit dem Kauf der tschechischen Brauerei Krusovice rückt der niederländische Bierkonzern Heineken zum drittgrößten Bierbrauer in der Tschechischen Republik auf. Die deutsche Brauerei Radeberger macht es möglich.

HB AMSTERDAM/FRANKFURT. Heineken hat die tschechische Brauerei Krusovice von der Radeberger Gruppe übernommen. Über die Höhe des Kaufpreises sei Stillschweigen vereinbart worden. Das teilte Radeberger am Donnerstag in Frankfurt mit. Heineken gehört bereits die tschechische Brauerei Starobrno. Mit dem Zukauf wird der niederländische Konzern nun zur Nummer drei auf dem Biermarkt der Tschechischen Republik.

Die Übernahme könne aus vorhandenen Mitteln finanziert werden, gab Heineken an. Die zuständige Kartellbehörde muss dem Ankauf noch zustimmen. Krusovice setzt laut Radeberger jährlich rund 700 000 Hektoliter Bier ab und kommt auf einen nationalen Marktanteil von drei Prozent. Die Brauerei westlich von Prag, die 1994 von der Frankfurter Binding Brauerei gekauft worden war, beschäftigt rund 300 Mitarbeiter.

Den Vertrieb der Marke Krusovice in Deutschland soll weiter die Radeberger Gruppe übernehmen.Das internationale Potenzial der Marke Krusovice könne aber besser in einem internationalen Verbund erschlossen werden, gab Deutschlands größter Bierbrauer an. Radeberger ist nach mehrjährigem Umbau auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. In den ersten fünf Monaten 2007 sei der Gesamtabsatz um mehr als fünf Prozent gestiegen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Ulrich Kallmeyer, am Dienstag in Dortmund. Damit wachse die Tochter des Oetker-Konzerns stärker als der deutsche Biermarkt, der in den ersten vier Monaten 2007 um 3,5 Prozent zulegte. Kallmeyer bekräftigte das Ziel, bis 2010 einen Anteil von 20 Prozent am deutschen Biermarkt zu erreichen.

Zuletzt hat die Übernahmewelle auf dem deutschen Biermarkt die traditionsreicher Herforder Brauerei erfasst. Wie am Montag bekannt wurde, wird das ostwestfälische Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von rund 50 Millionen Euro zum 1. Juli in die Warsteiner Gruppe integriert. Die Radeberger Gruppe hatte ebenfalls Interesse an der Herforder Brauerei gezeigt, war aber nicht zum Zuge gekommen.

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