Biermischgetränke
Brauereien mixen mit Erfolg

Biermischgetränke wie „V+“ kommen vor allem bei jungen Leuten in den Großstädten gut an – und sind insgesamt verblüffend erfolgreich. Die süßen Mix-Getränke stützen den Absatz deutscher Großbrauereien. Die hohe Nachfrage sorgte bei der Brauerei Beck's kürzlich sogar für Schwierigkeiten: Die Bremer kamen mit der Lieferung nicht nach.

DÜSSELDORF. Das Top-Management der Brauerei Veltins sieht sich bestätigt: Mit ihrem Engagement im Bereich der vor allem bei jungen Konsumenten beliebten Biermischgetränke haben die Sauerländer – unter den deutschen Biermarken die Nummer fünf – offenbar alles richtig gemacht. Ein Absatzplus von über 50 Prozent bei der Marke „V+“ inklusive des traditionellen „Radlers“ im ersten Halbjahr belegt dies.

„Wir trauen diesem Segment weiter erhebliche Steigerungen zu“, sagt Veltins’ Vertriebs- und Marketing-Geschäftsführer Volker Kuhl. Michael Huber, Generalbevollmächtigter der Brauerei, präzisiert: „Das neue Biermischgetränk V+ Curuba ist außerordentlich erfolgreich, aber wir werden nicht in jedem halben Jahr eine neue Geschmacksrichtung bringen, sondern wollen erst einmal unsere Vertriebspotenziale ausschöpfen.“ Denn Hauptabsatzgebiete für die Biermischgetränke sind derzeit die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Hessen – im Süden wird das eine oder andere Radler getrunken, die anderen Biermischgetränke sind bei jungen Szenegängern in den Großstädten erfolgreich.

Ähnliche Zuwachsraten wie Veltins bei den Mischgetränken haben in Deutschland allenfalls noch die zum Weltmarktführer Inbev gehörende Marke Beck’s („Green Lemon“) sowie Krombacher vorzuweisen. Mit einem Absatz von 200 000 Hektolitern im ersten Halbjahr lag Beck’s beim Mix aus dem Stand sogar ganz knapp vor Veltins. Krombacher legte mit „Cab“ und Radler im deutschen Handel nach Angaben der Marktforscher von AC Nielsen immerhin fast 30 Prozent zu.

Die Marke Beck’s profitierte bei der Markteinführung von „Green Lemon“ im zweiten Halbjahr 2005 vor allem von dem Erfolg von „Beck’s Gold“, einer trendigen milden Variante des herben Bremer Bieres. Schnell bereiteten die Inbev-Manager die Ergänzung des Beck’s-Portfolios in diesem Jahr durch zwei weitere Mix-Geschmacksrichtungen vor. Im Juli wurde der Erfolg jedoch zum Problem: Die Brauerei kam mit den Lieferungen nicht nach, musste einen geplanten Werbespot für die neuen Mischgetränke stoppen, Händler beschwerten sich.

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