Bieter plant keine Zwangsabfindung
Heidelberg Cement soll an der Börse bleiben

Die Bietergesellschaft Spohn Cement will den größten deutschen Zementhersteller Heidelberg Cement nicht von der Börse nehmen, sollte die Übernahme des Unternehmens gelingen.

HB STUTTGART. Der Geschäftsführer der Spohn Cement GmbH, Werner Harder, sagte am Montag: "Heidelberg Cement soll börsennotiert bleiben." Es sei keine Zwangsabfindung geplant. "Wir bekommen vielleicht 50 % der Aktien". Einige Großaktionäre würden sich voraussichtlich nicht von ihren Aktien trennen. Heidelberg Cement will sich zu dem Übernahmeangebot erst äußern, wenn die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ihre Freigabe erteilt hat.

Unterdessen hat die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) die Offerte Merckles begrüßt. Das Unternehmen würde stabilisiert, klare Eigentümerstrukturen geschaffen und damit einer möglichen Übernahme von außen vorgebeugt, sagte ein Gewerkschaftssprecher am Montag in Frankfurt. Mit einem Ausverkauf von Unternehmensteilen oder dem Verlust von Arbeitsplätzen rechne die IG BAU nicht.

Spohn Cement ist eine Vermögensverwaltungsgesellschaft, die vom Heidelberg-Großaktionär und Aufsichtsrat Adolf Merckle kontrolliert wird. Merckle hält bislang knapp 13 % der Anteile an dem im M-Dax vertretenen Konzern. Er bietet den Heidelberg Cement-Aktionären pro Aktie 60 Euro. Dies entspricht – gemessen am Schlusskurs vom Freitag von 50,25 Euro – einem Aufschlag von fast 20 Prozent. Die Offerte hat einen Gesamtwert von 6,5 Mrd. Euro.

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