Bieterwettkampf erwartet
Puma wird teuer

Noch steht der französische Mischkonzern PPR mit seinem Übernahmeangebot für Puma alleine da. Doch die Börsianer erwarten, dass schon bald weitere Bieter für den deutschen Sportartikelhersteller auftauchen. Drei Namen kursieren. Doch selbst wenn PPR ohne Konkurrenz bleiben sollte, müssen die Franzosen wohl tiefer in die Tasche greifen.

ali/cs/rob/som DÜSSELDORF. Auf der Hauptversammlung von Puma am Mittwoch kritisierten Aktionäre das Übernahmeangebot von PPR als zu niedrig. An der Börse kletterte der Puma-Kurs um knapp 2 Prozent auf mehr als 350 Euro. Das sind 20 Euro mehr, als PPR zu Wochenbeginn geboten hatte.

„Warum sollte ein Aktionär auf das Angebot eingehen, wenn er an der Börse mehr erzielt?“ sagte Gerhard Jäger von der Schutzvereinigung der Kleinaktionäre. Puma-Chef Jochen Zeitz bezeichnete das PPR-Angebot dagegen als fair. Er schloss aber nicht aus, dass der französische Mischkonzern seine Offerte erhöht. „Grundsätzlich geht man hier davon aus, dass der Preis steht, aber man wird sehen“, sagte er im ZDF.

Eine Handelsblatt-Umfrage unter zehn Investmentbanken ergab, dass Analysten mit einer neuen PPR-Offerte rechnen, die um 20 bis 30 Euro höher als bislang liegt. „Alle wollen mehr. Das ist die eindeutige Stimmung. 350 Euro sind angemessen“, sagte Clemens Müller von der BHF-Bank. Hedge-Fonds sind bereits massiv bei Puma eingestiegen. Inzwischen haben sie einen Anteil von rund 20 Prozent an Puma eingesammelt, schätzen Finanzkreise.

Zudem spekulieren Börsianer auf einen Bieterwettkampf. „Ich glaube nicht, dass die Story schon zu Ende ist“, sagte Peter Löhnert, Chef der auf Luxusfirmen spezialisierten Übernahme-Beratung PGL Partners. Es kursieren bereits mehrere Namen möglicher Interessenten. Bislang jedoch steht PPR mit seinem 5,3-Mrd.-Euro-Angebot für Puma allein. Die gehandelten Unternehmen wiegeln ab oder halten sich bedeckt.

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