Bieterwettstreit um OGK-4
Eon kommt angeblich in Russland zum Zuge

Am führenden spanischen Stromversorger Endesa hatte sich Eon die Zähne ausgebissen. Mit den Russen läuft es offenbar besser. Der deutsche Energieriese hat sich nach Angaben aus Finanzkreisen im Bieterwettstreit um den russischen Versorger OGK-4 durchsetzen können.

HB MOSKAU/DÜSSELDORF. Insgesamt könne sich Eon einen Anteil von 60 Prozent an dem russischen Unternehmen sichern, hieß es in den Kreisen. Der Preis betrage 750 US-Dollar pro Kilowatt stromerzeugender Kapazität.

Eon bestätigte, dass sich der Konzern an der Versteigerung des russischen Stromunternehmens beteiligt hat. Ein Unternehmenssprecher sagte am Freitag, Eon habe ein Angebot für rund 64 Prozent an OGK-4 abgegeben. Über die Höhe des Angebots sagte er nichts. Den Finanzkreisen zufolge gab Eon bei der Auktion das höchste Angebot ab. Das Angebot von Eon habe 10 Prozent über dem derzeitigen Marktwert gelegen, hieß es. Eine Sprecherin der OGK-4-Muttergesellschaft wollte die Aussagen nicht kommentieren.

Russland will im Zuge der geplanten Liberalisierung insgesamt 20 Groß- und Heizkraftwerksgesellschaften zur Privatisierung ausschreiben. Eon beziffert den Investitionsbedarf der russischen Stromwirtschaft für die nächsten 15 Jahre auf über 20 Mrd US-Dollar jährlich. Der Dax-Konzern hatte angekündigt, über die Privatisierungen eine starke Position in den wachstumsintensiven Industrieregionen Zentralrussland, Ural, Westsibirien und Wolga aufzubauen.

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