Bilanz 2004/2005
Gerry Weber übersteht Textilstreit unbeschadet

Der Modekonzern Gerry Weber hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004/2005 gute Geschäfte gemacht – trotz des Importstopps für Textilien aus China. So soll es weiter gehen.

HB DÜSSELDORF. Der zeitweilige Importstopp der Europäischen Union für Textilien aus China habe in dem Ende Oktober abgelaufenen Geschäftsjahr keine Spuren in den Finanzkennzahlen hinterlassen, teilte der im Kleinwerteindex SDax notierte Konzern aus Halle in Westfalen am Montag mit. Vielmehr habe die gute Entwicklung in den eigenen Einzelhandels-Läden (“Houses of Gerry Weber“) dem Konzern nach vorläufigen Berechnungen ein Umsatzwachstum von 12 Prozent auf rund 395 Mill. Euro beschert.

Wegen sprunghaft angestiegener Einfuhren aus China hatte die EU im Juli einen Importstopp für verschiedene Textilien verhängt. Allein bei Gerry Weber waren so rund 200 000 bestellte und bezahlte Artikel vom Zoll blockiert und erst nach Wochen wieder frei gegeben worden.

Das Betriebsergebnis (Ebit) sei im Berichtszeitraum auf mehr als 36 Mill. Euro geklettert, teilte der Hersteller von Damenoberbekleidung weiter mit. Dies entspreche einer operativen Umsatzrendite (Ebit-Marge) von 9,4 Prozent. Im Jahr zuvor hatte Gerry Weber ein Ebit von 27,9 Mill. Euro erwirtschafte, was einer Ebit-Marge von knapp 8 Prozent entsprach. Damit hat Gerry Weber die Planungen fast erreicht, die einen Umsatz von etwa 400 Mill. Euro vorsahen und eine Ebit-Marge von etwa 9,5 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr 2005/06 erwarte der Vorstand einen Umsatzanstieg auf 440 Mill. Euro und einen Anstieg der Ebit-Marge auf 10,5 Prozent. Basis für die Wachstumserwartungen seien die um 13 Prozent gestiegenen Auftragseingänge für die Frühjahr- und Sommerkollektion 2006.

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