Bilanz 2005/2006
Porsche wird bescheiden

Porsche hat das zwölfte Rekordjahr in Folge hinter sich: Umsatz, Gewinn und Verkäufe sind stiegen. Nach den guten Zahlen ist der Stuttgarter Sportwagenbauer aber erstmal vorsichtig geworden. Große Sprünge sind erstmal passé. Erst mit einem neuen Auto will Porsche wieder richtig Gas geben.

HB STUTTGART. Der Umsatz sei 2005/2006 um 10,6 Prozent auf einen Rekordwert von 7,27 Mrd. Euro gestiegen, teilte Porsche am Mittwoch bei der Vorlage der vorläufigen Bilanz mit. Das Ergebnis habe in noch stärkerem Maße zugelegt, hieß es, ohne dass Porsche konkrete Zahlen nannte. Neben dem regulären Geschäft trugen dazu auch der Verkauf der Cabriodach-Tochter CTS und Effekte aus dem Einstieg bei Volkswagen bei.

2004/2005 hatte Porsche vor Steuern 1,24 Mrd. Euro verdient, Analysten rechneten mit einer Steigerung auf 1,44 Mrd. Euro. Aber auch ohne die Sondereffekte wäre der Gewinn gestiegen, teilte der hoch rentable Nischenanbieter mit. Mit knapp 96 800 Autos – einem Plus von 9,5 Prozent – traf das Unternehmen sein Absatzziel von deutlich mehr als 90 000 Einheiten.

Für das seit August laufende Geschäftsjahr 2006/2007 rechnet Porsche damit, „beim Absatz das außerordentliche Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres mindestens zu erreichen.“ Erst 2009 sei mit der Einführung der vierten Baureihe, des viertürigen Sport-Coupes Panamera, der nächste Schub zu erwarten. Die Porsche-Aktie tendierte daraufhin am Mittwochmittag leicht im Minus.

Hohe Entwicklungskosten

Der Verkauf von CTS an den kanadischen Zulieferer Magna brachte im abgelaufenen Geschäftsjahr 170 Mill. Euro ein. Zudem berücksichtigt Porsche seit kurzem seine gut 21-prozentige Beteiligung am Wolfsburger VW-Konzern in der Bilanz. Aus einer Option für den Kauf weiterer VW-Aktien bis zu einer Sperrminorität von 25,1 Prozent dürfte Porsche Analysten zufolge nach dem Kursanstieg bei VW ebenfalls einen Gewinn geschlagen haben.

Als Belastung musste Porsche Kosten für die Entwicklung des Panamera sowie für einen Schadstoff und Kraftstoff sparenden Elektro-Benzin-Motor hinnehmen. Konzernchef Wendelin Wiedeking hat für diese Hybrid-Technologie einen dreistelligen Millionenbetrag veranschlagt.

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