Bilanz 2005: Altana funktioniert in alter Besetzung bestens

Bilanz 2005
Altana funktioniert in alter Besetzung bestens

Der Bad Homburger Pharma- und Spezialchemie-Konzern Altana hat im vergangenen Jahr vor allem dank der Medikamentensparte kräftig zugelegt. Doch in der Zukunft drohen Probleme, weshalb das Unternehmen weiter am Umbau arbeitet.

HB FRANKFURT. „Altana hat mit dem zehnten Rekordjahr in Folge seinen nachhaltigen Erfolgsweg fortgesetzt“, erklärte Konzernchef Nikolaus Schweickart am Mittwoch in Bad Homburg. Beim Gewinn vor Steuern zeichne sich ein Betrag von rund 680 Mill. Euro ab, teilte Altana mit. Der Umsatz sei um 10 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro gestiegen. Analysten hatten im Schnitt nur 3,22 Mrd. Euro Umsatz und ein Vorsteuergewinn von 678 Mill. Euro erwartet.

Auch in diesem Jahr werde eine Fortsetzung der dynamischen Geschäftsentwicklung erwartet. Im Mittelpunkt werde 2006 der angekündigte Konzernumbau stehen. So will der Konzern seine Chemiesparte verselbstständigen und als eigenständiges Unternehmen an die Börse bringen. Zudem bekräftigte Altana, für das Pharmageschäft weiterhin nach einem Partner zu suchen. „Dafür prüfen wir alle Optionen“, teilte das Management mit.

Schweickart hatte die Investmentbank Goldman Sachs beauftragt, für die Pharmasparte alle strategischen Möglichkeiten auszuloten – bis hin zu einem Verkauf. Der Geschäftsbereich droht in den kommenden Jahren wegen fehlender neuer Medikamente Probleme zu kriegen, weshalb Altana nun handeln muss.

Die Pharmasparte der Bad Homburger kam 2005 auf einen Umsatz von 2,365 Mrd. Euro, ein Plus von 12 Prozent. Der Säurehemmer Pantoprazol schaffte einschließlich aller Vertriebspartner einen Jahresumsatz von 2,8 Mrd. Euro, ein Plus von ebenfalls 12 Prozent. Die kleinere Chemiesparte erwirtschaftete einen Jahreserlös von 907 Mill. Euro, was einem Zuwachs von 6 Prozent entspricht.

Seinen Aktionären stellte das Management für 2005 eine prozentual zweistellige Erhöhung der Dividende in Aussicht nach 95 Cent für das Jahr 2004. Die Dividendensumme soll erstmals über 140 Mill. Euro liegen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%