Bilanz 2005
Daimler verliert auf den zweiten Blick

Auf den ersten Blick sah die Bilanz von Daimler-Chrysler für das abgelaufene Jahr gar nicht so schlecht aus, wenngleich Mercedes in die roten Zahlen gerutscht war. Doch auf den zweiten Blick enttäuschte das Gesamtergebnis und die Aktie fiel. Ungeachtet dessen bleibt Konzernchef Dieter Zetsche Optimist.

HB SINDELFINGEN. Bis 2008 seien mehr als 50 neue Fahrzeugmodelle geplant, kündigte Zetsche am Donnerstag in Sindelfingen an. Damit und mit dem angekündigten Programm zur Effizienzsteigerung will Zetsche die Ertragswende bei der renditeschwachen Mercedes-Pkw-Gruppe vorantreiben. Zudem sollen die Pkw-Töchter Mercedes-Benz und Chrysler enger verzahnt und Doppelarbeit vermieden werden.

Konkurrent Audi hatte angekündigt, seine Modellpalette bis 2015 von derzeit 22 auf 40 Fahrzeuge ausbauen zu wollen. Der Münchener Autobauer BMW plant für die kommenden Jahre ebenfalls mehr Vielfalt in seinem Modellprogramm.

Was der Umbau Daimler-Chrysler kostet, will der Konzern in den kommenden Monaten errechnen. Deshalb verzichte das Unternehmen zunächst auf eine konkrete Ertragsprognose für das laufende Geschäftsjahr, wolle diese aber später nachholen, hieß es.

Konzernchef Zetsche zeigte sich unzufrieden mit dem bisher Erreichten. „Beim Ergebnis sind wir noch nicht da angelangt, wo wir hinwollen“, sagte er, „hier gibt es Handlungsbedarf.“ 2005 war der operative Gewinn von 5,8 Mrd. Euro auf 5,2 Mrd. Euro gesunken. Der Umsatz stieg hingegen von 142,1 Mrd. auf 150,0 Mrd. Euro.

Vor allem die Mercedes Car Group müsse in Sachen Profitabilität und Qualität wieder an die Spitze geführt werden. Die Gruppe hatte 2005 wegen der milliardenteuren Smart-Sanierung und dem Abbau von tausenden Arbeitsplätzen bei Mercedes selbst rund eine halbe Mrd. Euro Verlust gemacht. Aber die Ergebnisentwicklung zeigt nach Zetsches Worten wieder in die richtige Richtung. Die Zahlen des Schlussquartals untermauerten seine Aussage. Hier fuhr die Gruppe ein leichtes Plus ein.

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