Bilanz 2005: Henkel verteuert Persil

Bilanz 2005
Henkel verteuert Persil

Der Konsumgüterhersteller Henkel hat die vorläufigen guten Ergebnisse für 2005 bestätigt. Nicht zuletzt durch höhere Preise will das Unternehmen auch 2006 erfolgreich sein.

HB DÜSSELDORF. Wie der Kosmetik- und Waschmittelhersteller am Dienstag mitteilte, stieg der Umsatz im vergangenen Jahr nach endgültigen Zahlen um 13 Prozent auf 11,97 Mrd. Euro. Vor Zinsen und Steuern verbesserte sich der Gewinn um 16,7 Prozent auf 1,16 Mrd. Euro, wie der Konzern in seinem am Dienstag vorgelegten Geschäftsbericht mitteilte. Vorläufige Zahlen hatte das Unternehmen bereits vorgelegt.

Den Umsatzanteil aus dem Nordamerikageschäft will Henkel Dank der am Montagabend bekannt gegebenen Übernahme der Deodorantmarken von Gillette bis 2008 von derzeit 23 auf 30 Prozent steigern. In Deutschland ist das Unternehmen mit Marken wie Pritt oder Persil groß geworden. Auch Schwarzkopf gehört dazu.

Bei Wasch- und Reinigungsmitteln will Henken 2006 an der Preisschraube drehen. „Unsere Preiserhöhungsspielräume werden wir konsequent nutzen“, teilte das Unternehmen mit. Henkel gehe auch davon aus, dass der Anstieg der Rohstoffpreise in dem Segment nachlassen werde. Für die Sparte erwarte Henkel 2006 ein über dem Markt liegendes organisches Umsatzwachstum. Das betriebliche Ergebnis solle erneut zulegen.

Henkel hatte den Umsatz der Reiniger-Sparte im abgelaufenen Jahr von 3,62 auf 4,09 Mrd. Euro gesteigert. Der Geschäftsbereich steuerte damit rund 34 Prozent zum Konzernumsatzbei. Der operative Gewinn des Bereichs legte von 350 auf 433 Mill. Euro zu.

Auch in den anderen Segmenten will Henkel 2006 wachsen. Insgesamt wolle Henkel 2006 den Umsatz aus eigener Kraft um bis zu 4 Prozent, das Betriebsergebnis sowie den Gewinn je Vorzugsaktie um etwa 10 Prozent steigern, hieß es im Geschäftsbericht.

Am Montag hatte der Düsseldorfer Konzern angekündigt, zur Stärkung seiner Kosmetik-Sparte eine Reihe von Deodorant-Marken des Konkurrenten Procter & Gamble übernehmen zu wollen. Der Kaufpreis für die Marken, die 2005 einen Umsatz von rund 275 Mill. Dollar erzielt hätten, liege bei rund 420 Mill. Dollar. Mit dem Zukauf rücke Henkel zur Nummer drei im US-Markt für Deodorants auf. Die Transaktion solle noch im ersten Quartal 2006 abgeschlossen werden.

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