Bilanz 2005: Hohe Strompreise füllen RWE die Kasse

Bilanz 2005
Hohe Strompreise füllen RWE die Kasse

Der Stromkonzern RWE hat 2005 nicht zuletzt wegen der hohen Strompreise gut verdient. Das Bundeskartellamt könnte dem Unternehmen allerdings das Ergebnis im laufenden Jahr verhageln.

HB ESSEN. Das Nettoergebnis sei um 4,4 Prozent auf 2,23 Mrd. Euro gestiegen, teilte RWE am Donnerstag in Essen mit. Es lag damit im Rahmen der Analystenerwartungen, die mit etwas höheren einen Überschuss von 2,29 Mrd. Euro gerechnet hatten. „Ausschlaggebend waren die gute Ertragslage des Energiegeschäfts in Kontinentaleuropa und fortgesetzte Effizienzverbesserungen in allen Geschäftsfeldern“, erklärte der Konzern.

Belastet wurde das Ergebnis von einer Abschreibung auf das US-Wassergeschäft American Water in Höhe von 759 Mill. Euro. Das nordamerikanische Wassergeschäft bereitet dem Konzern seit längerem Sorge. RWE will sich davon ebenso trennen wie vom britischen Versorger Thames Water. Damit eifert RWE dem Konkurrenten Eon nach, der sich auf das Strom- und Gasgeschäft konzentriert.

Der Umsatz sank von 42,14 auf 41,82 Mrd. Euro. Der Rückgang hängt mit dem Verkauf von Beteiligungen zusammen.

Fortschritte machte RWE beim Abbau der Schulden, die im abgelaufenen Jahr von 12,4 auf 11,4 Mrd. Euro zurückgingen. Für 2005 soll eine Dividende in Höhe von 1,75 Euro je Aktie nach 1,50 Euro im Vorjahr ausgeschüttet werden.

Für 2006 prognostizierte der Vorstand einen Anstieg des Nettogewinns von 10 bis 20 Prozent; das Betriebsergebnis soll zwischen 5 und 10 Prozent zulegen. Das Ergebnis werde auch steigen, „da negative Sondereffekte im neutralen Ergebnis gegenüber 2005 wegfallen“, teilte RWE mit. Belastungen erwartet RWE im laufenden Jahr unter anderem von höheren Kosten für Brennstoffe. „Hinzu kommen Risiken aufgrund politischer Eingriffe: So werden vor allem durch die Regulierung der Strom- und Gasnetze negative Effekte erwartet.“ Das Bundeskartellamt und die Bundesnetzagentur gehen seit Monaten gegen die großen Strom- und Gasversorger vor und wollen den Markt für Konkurrenten öffnen, um Preissenkungen durchzusetzen.

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