Bilanz 2005
IWKA zahlt nach hohem Verlust keine Dividende

Der Karlsruher Maschinenbauer IWKA ist im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht und wird seinen Aktionären daher keine Dividende zahlen.

dpa-afx KARLSRUHE. Die im MDax notierte IWKA teilte am Dienstagabend im Anschluss an eine Aufsichtsratssitzung zudem wie erwartet mit, dass der Vorstand um 2 auf dann 5 Mitglieder erweitert werden soll. Das bisherige Aufsichtsratsmitglied Herbert Demel wird seinen Posten im Kontrollgremium niederlegen.

IWKA wies für das vergangene Jahr einen Fehlbetrag von 191,4 Mill. Euro für die AG und von 147,5 Mill. Euro für den Konzern aus. Negativ hätten sich Buchwertverluste aus nicht fortgeführten Geschäften des Konzerns, der operative Verlust der Ex-Cell-O Gruppe und Einmalaufwendungen ausgewirkt, hieß es. Im Jahr 2004 hatte die IWKA Gruppe einen Überschuss von 48,8 Mill. Euro erzielt. IWKA wird seine vollständige Bilanz an diesem Mittwoch präsentieren.

Wie bereits von Branchenbeobachtern erwartet, bestellte der Aufsichtsrat am Dienstag weitere Mitglieder in den Vorstand. So wird Gerhard Wiedemann, der Geschäftsführer der IWKA-Tochter Kuka Schweissanlagen, zum 1. April die neu geschaffene Position des Vorstandes für die Automobilsparte übernehmen. Bernd Liepert, Geschäftsführer der Kuka Roboter Gmbh, ist ebenfalls ab Anfang April im IWKA-Vorstand für das Robotergeschäft verantwortlich.

Mit den beiden Neubestellungen solle die operative Führung der Geschäftsbereiche des IWKA-Konzerns stärker in die Aktiengesellschaft integriert werden, begründete das Unternehmen den Schritt. Neben Vorstandschef Wolfgang Dietrich Hein und Finanz- und Controlling-Vorstand Jürgen Koch, gehört der Führungsspitze noch Dieter Schäfer als Vorstand für den Bereich Verpackungstechnik an.

Ferner kündigte IWKA am Dienstag einen Wechsel im Aufsichtsrat an: Der frühere Audi-Chef und Ex-Lenker von Fiat Auto Herbert Demel werde seinen Posten im Kontrollgremium nach der Hauptversammlung am 1. Juni niederlegen. Der Rücktritt wurde mit der Vermeidung künftiger Interessenskonflikte begründet. Für Demel soll Gerd Hirzinger, Direktor des DLR Instituts für Robotik und Mechatronik, in den Aufsichtsrat nachrücken.

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