Bilanz 2005
Mercedes macht Minus

Mercedes ist im vergangenen Jahr tief in die roten Zahlen gerutscht. Im gesamten Daimler-Konzern verbesserte sich das Ergebnis unterm Strich allerdings leicht. Das Geld fuhren Chrysler und die Nutzfahrzeuge ein. Und auch bei Mercedes gab es am Jahresende Zeichen der Besserung.

HB SINDELFINGEN. Die Mercedes Car Group fuhr im abgelaufenen Geschäftsjahr einen operativen Verlust von 505 Mill. Euro ein, wie der Daimler-Chrysler-Konzern am Donnerstag in Sindelfingen mitteilte. Hauptursache waren die Umstrukturierungen bei der defizitären Kleinwagentochter Smart und die Kosten für den massiven Personalabbau in der Produktion. Neben Mercedes selbst und Smart gehört noch die Edelmarke Maybach zu der Gruppe.

Der operative Gewinn des Gesamtkonzerns verringerte sich von 5,8 Mrd. Euro auf 5,2 Mrd. Euro. Ohne die Belastungen für die Sanierung von Smart, die alleine bei 1,1 Mrd Euro lagen, wäre der operative Gewinn höher ausgefallen, so dass letztlich die Prognose des Autobauers erfüllt wurde.

Das Nettoergebnis im gesamten Konzern stieg von 2,5 Mrd. auf 2,8 Mrd. Euro. Der Umsatz legte um 5 Prozent auf 149 Mrd. Euro zu. An den unterm Strich passablen Zahlen hatten die US-Tochter Chrysler und der Nutzfahrzeugbereich erheblichen Anteil. Das einstige Sorgenkind Chrysler konnte den operativen Gewinn von 1,4 Mrd. Euro auf 1,5 Mrd. Euro steigern. Mit rund 2 Mrd. Euro schaffte die Nutzfahrzeugsparte einen Rekordgewinn. Die Dividende soll bei stabilen 1,50 Euro je Aktie liegen.

Für das laufende Jahr geht Daimler-Chrysler von einer Verbesserung der Ertragslage aus, in den Folgejahren soll der Betriebsgewinn kontinuierlich steigen. Eine weiter gehende Ergebnisprognose werde erst zu einem späteren Zeitpunkt abgegeben. Als Grund nannte der Konzern die Neuorganisation in der Verwaltung, die mit dem Abbau von weltweit rund 6 000 Arbeitsstellen bis Ende 2008 einhergeht. Die Umsetzung dieser Maßnahmen werde Investitionen und Ausgaben zur Folge haben, so das Unternehmen. Dieser Aufwand und seine Zuordnung zu den jeweiligen Jahren werde erst in den nächsten Monaten ermittelt. Bei Bekanntgabe des Programms im Januar hatte das Unternehmen den Aufwand mit 2 Mrd. Euro beziffert.

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