Bilanz 2005
Nestle wächst in Amerika

Der Nahrungsmittelkonzern Nestle hat 2005 dank eines guten Geschäfts in Nord- und Südamerika sowohl beim Umsatz, als auch beim Gewinn Rekorde erzielt. In Europa lief es hingegen nicht so gut.

HB VEVEY. Der Gewinn sei nicht zuletzt wegen der Umstellung auf die neue Rechnungslegung IFRS um 20,7 Prozent auf rund 8 Mrd. Franken (5,13 Mrd. Euro) gestiegen, teilte der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern am Donnerstag mit. Der Umsatz kletterte um 7,5 Prozent auf rund 91 Mrd. Franken. Analysten hatten für 2005 im Durchschnitt bei einem höheren Umsatz von 92,1 Mrd. Franken mit einem minimal niedrigeren Reingewinn von 7,99 Mrd. Franken gerechnet.

Vor allem in Nord- und Südamerika zogen die Veräufe an und stiegen auf 30,76 Mrd. Franken. Das organische Wachstum betrug in dieser Region 7,8 Prozent. In Europa dagegen litt der Konzern weiter unter einem gedämpften Konsumklima: Die Umsätze nahmen hier organisch lediglich um 2 Prozent auf 27,62 Mrd. Franken zu. Die Marge beim operativen Gewinn (Ebita) verschlechterte sich in dieser Region von 12,8 auf 11,8 Prozent.

Insgesamt konnte der Konzern bei den Umsätzen erstmals seit fünf Jahren vom positiven Währungseffekt profitieren. Der im Vergleich zum Franken stärkere Dollar und die stärkeren lateinamerikanischen Währungen steigerten die Umsätze um 1,8 Prozent.

Das viel beachtete organische Umsatzwachstum, das Akquisitionen und Währungseffekte ausklammert, lag 2005 bei 6,2 Prozent und war damit über der auch schon fürs Vorjahr angestrebten Zielspanne von 5 bis 6 Prozent.

Für 2006 bestätigte Nestle das Ziel eines organischen Wachstums zwischen 5 und 6 Prozent sowie einer Verbesserung der Ebita-Marge zu konstanten Wechselkursen. Auch Westeuropa dürfte moderates Wachstum sehen. „Hohe Rohölpreise werden sich weiterhin auf Energie- und Verpackungskosten auswirken“, hieß es allerdings.

Kepler-Analyst Jon Cox sprach von einem „soliden Ergebnis“. Der Vorbehalt der hohen Ölpreise beim Ausblick sei nicht neu, so Cox weiter. Nestle Verwaltungsratspräsident und CEO Peter Brabeck hatte Anfang des Jahres schon angekündigt, dass der Konzern auch 2006 die hohen Ölpreise spüren werde.

Der Konzern will die Dividende von 8 auf 9 Franken je Aktie erhöhen.

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