Bilanz 2005
Rheinmetall macht gutes Geld mit Autos und Rüstung

Der Konzernumbau hat sich für den Industriegüterkonzern gerechnet. Umsatz und Gewinn stiegen. Am meisten verdiente das Unternehmen mit Autozulieferungen.

HB DÜSSELDORF. Das Jahresergebnis sei um 17 Prozent auf 118 Mill. Euro gestiegen, teilte der Düsseldorfer Konzern am Mittwoch mit. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Überschuss von nur 115 Mill. Euro gerechnet. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) war von 217 auf 225 Mill. Euro gestiegen, wie das Unternehmen schon am Montag mitgeteilt hatte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebit von 220 Mill. Euro gerechnet. Das Düsseldorfer Unternehmen hatte sich selbst zum Ziel gesetzt, sein operatives Ergebnis mindestens auf Vorjahresniveau zu halten.

Den Umsatz steigerte Rheinmetall wie ebenfalls bereits am Montag bekanntgegeben von 3,41 auf 3,45 Mrd. Euro. Die Autosparte Kolbenschmidt Pierburg stellte dabei mit 2,05 (nach 1,94) Mrd. Euro den größten Anteil. Die Umsatzrendite auf den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit-Rendite) lag in der Sparte allerdings mit 7,1 Prozent leicht unter dem Vorjahresniveau von 7,2 Prozent. Die Rüstungssparte steigerte den Umsatz von 1,38 auf 1,40 Mrd. Euro. Die Ebit-Rendite stieg hier von 5,6 auf 6,9 Prozent.

Rheinmetall hatte im Jahr 2000 mit dem Umbau des Konzerns begonnen und sich unter anderem von seiner Elektroniktochter Hirschmann getrennt. Auch der Maschinenbau-Konzern Jagenberg fiel der Fokussierung auf die Felder Automobilzulieferung und Rüstung zum Opfer.

Rheinmetall kündigte an, für 2005 eine Dividende von 90 Cent je Aktie zu zahlen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen für die Stammaktien jeweils 74 Cent und für die Vorzugsaktien 80 Cent bezahlt. Die Vorzugsaktien wurden 2005 in Stammaktien umgewandelt.

Der Start ins neues Jahr ist dem Konzern nach eigener Aussage geglückt „Die ersten zwei Monate waren sehr zufriedenstellend“, sagte Konzernchef Klaus Eberhardt am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in Düsseldorf. Nähere Angaben machte er nicht. Rheinmetall erwartet für 2006 eine Stabilisierung des Ergebnisniveaus und für 2007 einen Anstieg.

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