Bilanz 2005
Schering stellt Rekordergebnis auf

Für den Pharmakonzern Schering war 2005 ein Rekordjahr. Doch mit dem Erreichten will sich das Unternehmen noch lange nicht zufrieden geben.

HB BERLIN. Der Umsatz des Berliner Unternehmens stieg um 8 Prozent auf 5,31 Mrd. Euro, wie die Aktiengesellschaft am Montag mitteilte. Das Betriebsergebnis erhöhte sich um 21 Prozent auf 928 Mill. Euro und der Konzerngewinn um 23 Prozent auf 619 Mill. Euro.

Die operative Marge verbesserte sich auf 17,5 Prozent. Bis 2008 solle die Rendite auf 20 Prozent steigen mit. Für das laufende Jahr rechnet Schering weiter mit 18 Prozent, sagte Vorstandschef Hubertus Erlen.

Der Zuwachs beim Umsatz beruhte dem Unternehmen zufolge insbesondere auf dem Erfolg des traditionell umsatzstärksten Multiple-Sklerose-Präperats Betaferon mit 10 Prozent Plus sowie der weltweit führenden Anti-Baby-Pille Yasmin mit einem Plus von 34 Prozent. Diese Produkte trugen auch maßgeblich zu den Steigerungsraten in den USA (plus 13 Prozent), Lateinamerika/Kanada (plus 9 Prozent) sowie Asien/Pazifik (plus 7 Prozent) bei.

Aufgrund des guten Geschäftsverlaufs soll der Hauptversammlung am 19. April die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 1,20 Euro vorschlagen werden, das sind 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Schering kündigte zugleich das nach eigenen Angaben größte Aktienrückkaufprogramm in der Firmengeschichte an. Vom 1. März bis zum 30. September sollen Aktien im Wert bis zu 500 Mill. Euro über die Börse erworben werden. Mit dem Aktienrückkaufprogramm und der Dividende für 2005 würden rund 700 Mill. Euro an die Aktionäre zurückgeben, sagte Vorstandschef Erlen. „Damit setzen wir unsere aktionärsorientierte Ausschüttungspolitik fort, ohne den finanziellen Spielraum für mögliche Akquisitionen maßgeblich einzuschränken.“

Ferner gab Schering die Absicht bekannt, im Rahmen ihres mit der Chiron Corporation bestehenden Liefervertrages von ihrem Recht Gebrauch zu machen, alle für die Betaferon-Herstellung von Chiron eingesetzten Gegenstände von Chiron zu erwerben. Nach dieser Transaktion, deren Bedingungen noch nicht feststehen, würde Schering die Mittel für die Herstellung von Betaferon in den USA kontrollieren und den Liefervertrag mit Chiron beenden.

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