Bilanz 2005 und Ausblick 2006
Bosch ist auf Erfolgskurs

Der Automobilzulieferer und Elektrokonzern Bosch hat 2005 erfolgreich abgeschnitten und zeigt sich auch für das laufende Jahr optimistisch.

HB STUTTGART. Der Umsatz legte 2005 um knapp 5 Prozent auf rund 42 Mrd. Euro zu, teilte Bosch am Mittwoch in Stuttgart mit. Auch beim Gewinn konnte der weltgrößte Automobilzulieferer nach eigenen Angaben leicht zulegen. Bosch nannte aber keine genauen Zahlen; 2004 hatte das Unternehmen 2,57 Mrd. Euro vor Steuern erwirtschaftet. „Wir gehen mit guten Erwartungen in dieses Jahr“, sagte Bosch-Chef Franz Fehrenbach mit Blick in die Zukunft.

„Wir haben im operativen Geschäft die Zielrendite von 7 Prozent des Umsatzes noch nicht erreicht“, schränkte Fehrenbach jedoch ein. 2004 hatte sie 6,4 Prozent betragen. Zum Umsatzwachstum von 5 Prozent hätten alle Geschäftsbereiche und Absatzregionen beigetragen. In der größten Sparte Automobiltechnik seien die Erlöse um gut 4 Prozent auf 26 Mrd. Euro gestiegen. Das stärkste Wachstum habe Bosch in der Sparte Industrietechnik mit plus 8 Prozent auf 6 Mrd. Euro erzielt. Gebrauchsgüter (Elektrowerkzeuge, Hausgeräte) und Gebäudetechnik konnten erstmals an die Umsatzmarke von 10 Mrd. Euro herankommen (plus 5 Prozent).

Für das laufende Jahr rechnet der Bosch-Chef mit einer Beschleunigung des Umsatzwachstum. Er wollte sich aber nicht auf ein Ziel festlegen. In Europa zeichne sich eine bessere Geschäftsentwicklung ab. In Deutschland werde es wegen der geplanten Mehrwertsteuererhöhung zu vorgezogenen Käufen hochpreisiger Güter kommen, 2007 sei dann ein „konjunktureller Durchhänger“ vorprogrammiert. Wachstumsstärkste Region werde Asien bleiben, wo Bosch kräftig investieren will. Der Auslandsanteil am Bosch-Umsatz liegt jetzt bei 73 Prozent.

Auf der Kostenseite rechnet Bosch in diesem Jahr mit einer Entspannung bei den Rohstoffpreisen, die das Ergebnis im abgelaufenen Jahr mit einem dreistellligen Millionenbetrag belastet hatten. Hingegen könne die jüngste Entscheidung von Volkswagen zugunsten der Common-Rail-Diesel-Technik in den kommenden Jahren negative Folgen für Bosch haben. „Wir schließen nicht aus, dass das zu unseren Lasten geht – mit Beschäftigungswirkung“, sagte der Chef der Automobil-Sparte Bernd Bohr. VW wolle seine Diesel-Motoren statt mit dem Pumpe-Düse-System ab 2007 schrittweise auf die Common-Rail-Technik umstellen. Bosch liefert VW derzeit die Pumpe-Düse-Technik.

Die Mitarbeiterzahl des Konzern blieb in Deutschland zu Jahresbeginn 2006 mit 110 000 fast stabil. Weltweit stieg die Beschäftigtenzahl um 8000 auf 250 000. „Die Zusammensetzung der Mitarbeiter in Deutschland ändert sich - so haben wir 2005 beispielsweise 1800 Hochschulabsolventen eingestellt.“, sagte Fehrenbach. In der Produktion werde tendenziell eher abgebaut. Er hoffe, die Tarifpartner fänden in der bevorstehenden Tarifrunde das richtige Maß, um weitere Risiken für die Arbeitsplätze in Deutschland zu vermeiden, sagte er.

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