Bilanz 2005
Warsteiner und Bitburger verkaufen weniger Bier

2005 hat die Warsteiner Brauerei bei gestiegenem Gesamtumsatz erneut weniger Bier ihrer Stammmarke verkauft. Auch der Konkurrent Bitburger hat dem Branchentrend folgend weniger Getränke verkauft als im Vorjahr. Beide sind nun auf Einkaufstour.

HB WARSTEIN/BITBURG. Dank eines regen Auslandsgeschäftes und zugekaufter Kapazitäten hat der Getränkekonzern Warsteiner 2005 erstmals seit drei Jahren wieder Umsatz und Absatz gesteigert. So sei der Umsatz im Vorjahr um 8,5 Prozent auf 510 Mill. Euro und der Getränkeausstoß um sechs Prozent auf 5,9 Mill. Hektoliter gestiegen, teilte der zur Haus-Cramer-Gruppe gehörende Konzern am Freitag im sauerländischen Warstein mit. Maßgeblich dafür sei das Auslandsgeschäft mit einer Absatzsteigerung um rund 20 Prozent gewesen.

Ein Drittel der Zuwächse sei auf zugekaufte Mengen zurück zu führen, erklärte ein Firmensprecher. So sei die nachlassende Inlandsnachfrage im Premium-Bereich kompensiert worden. Schrumpfte doch der Absatz der Kernmarke Warsteiner erneut um acht Prozent auf 3,54 Mill. Hektoliter. In den 90er Jahren hatte das Traditionshaus noch mehr als sechs Mill. Hektoliter Bier gebraut. Inzwischen ist der einstige Marktführer auf Platz drei hinter Krombacher und Bitburger abgerutscht.

Zum Gewinn macht die familiengeführte Warsteiner-Gruppe traditionell keine Angaben. Mit dem Gesamtergebnis des Jahres 2005 könne man „sehr zufrieden“ sein, hieß es lediglich. Als einen Indikator für eine positive Ertragslage nannte Firmensprecher Christoph Hermes Gewerbesteuern in Höhe von 3,7 Mill. Euro, die Warsteiner für die vergangenen drei Jahre nachzahlen müsse. 2006 will die Warsteiner-Gruppe bei Umsatz und Absatz um rund zwei Prozent zulegen; Zukäufe seien darin nicht enthalten.

Warsteiner ist seit längerem auf Einkaufstour und will durch den Einstieg in neue Geschäftsfelder dem schrumpfenden Biermarkt in Deutschland begegnen. So übernahm die Gruppe im vergangenen Jahr den Düsseldorfer Altbierbrauer Frankenheim und den argentinischen Weinhersteller Bodegas y Vinedos Orfila. Derzeit würden jährlich 30 Mill. Liter Wein für den argentinischen Markt hergestellt, so Hermes. Es gebe Planungen, das Weingeschäft auf Europa auszuweiten.

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