Bilanz 2005
Zapf Creation macht Millionenverlust

Für den angeschlagenen fränkischen Puppenhersteller Zapf Creation war 2005 ein rabenschwarzes Jahr. Das Unternehmen rutschte tief in die roten Zahlen.

HB MÜNCHEN. Einschließlich der Kosten für den Umbau des Unternehmens von rund 8 Mill. Euro habe sich der Verlust vor Steuern und Zinsen (Ebit) auf 15,6 Mill. Euro belaufen, teilte das Unternehmen aus Rödental bei Coburg am Mittwoch mit. Im Jahr davor hatte die Firma mit zuletzt nur noch rund 400 Beschäftigten einen Betriebsgewinn von 6,5 Mill. Euro ausgewiesen. Netto stand ein Verlust von 27 Mill. Euro zu Buche nach einem zuvor leichten Minus von 0,1 Mill. Euro. Der Konzernumsatz brach angesichts schwacher Verkauszahlen von 163 auf gut 140 Mill. Euro ein.

Für 2006 rechnet Zapf wegen der anhaltend schwierigen Marktlage in Deutschland und den USA mit einem weiteren Umsatzrückgang um bis zu 10 Prozent. Das Ebit solle sich aber um mindestens 15 Mill. Euro verbessern, gab der Vorstand bekannt.

Das Unternehmen leidet seit einiger Zeit unter Absatzschwierigkeiten. In den vergangenen Jahren hatte Zapf mehrfach seine Prognosen korrigieren müssen und die Erwartungen von Analysten deutlich verfehlt. Die im SDax notierte Aktie ging auf Talfahrt. Mit Hilfe eines umfangreichen Sanierungsprogramms, das auch einen deutlichen Arbeitsplatzabbau vorsieht, will das Management den Hebel allmählich wieder auf Wachstum umlegen. Derzeit stehen 80 Stellen auf der Streichliste.

Wegen des Verdachts auf Fehler in den Bilanzen hatte die Firma im Oktober 2005 eine Sonderprüfung eingeleitet. Der Jahresverlust sowie Effekte aus der Sonderprüfung hätten zu einer Minderung des Eigenkapitals per Ende 2005 auf 11 Mill. Euro geführt von 37,9 Mill. ein Jahr zuvor, hieß es. Die Nettoverschuldung sei leicht zurückgegangen auf inzwischen 73 Mill. Euro. In diesem Jahr will Zapf seine Verschuldung um weitere 5 Mill. Euro reduzieren.

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