Bilanz 2006
AMB Generali übertrifft sich selbst

Der drittgrößte deutsche Erstversicherer AMB Generali hat im vergangenen Jahr wie erwartet deutlich mehr verdient und die eigene Prognose leicht übertroffen.

dpa-afx/HB AACHEN. Der Gewinn vor steuerlichen Sondereffekten sei 2006 um zehn Prozent auf 346 Mill. Euro gestiegen, teilte die im MDax notierte Generali-Tochter am Mittwoch in Aachen mit. Der Versicherer hatte mit einem Anstieg auf mindestens 340 Mill. Euro gerechnet. Experten waren davon ausgegangen, dass AMB Generali diesen Wert leicht erreichen wird.

Im laufenden Jahr rechnet AMB Generali mit einem Gewinn vor Sondereffekten von mindestens 380 Mill. Euro. Damit befindet sich AMB Generali auf dem Weg zu der im Herbst abgegebenen mittelfristigen Prognose. Damals hatte der Versicherer für 2008 einen Gewinn von 450 Mill. Euro in Aussicht gestellt. 2006 verdiente das Unternehmen inklusive eines steuerlichen Sonderertrags aus der Auflösung von Körperschaftssteuerguthaben aus früheren Dividendenzahlungen 451 Mill. Euro und damit 44 Prozent mehr als 2005. Das operative Ergebnis sie um 4,3 Prozent auf 614,5 Mill. Euro gestiegen. Die Dividende werde von 2,05 auf 2,30 Euro je Aktie erhöht.

Ermittlungen eingestellt

Gegen AMB-Generali-Konzernchef Walter Thießen wird nach dessen Angaben nicht mehr der Vorwurf der Bestechlichkeit erhoben. „Gestern hat uns die Staatsanwaltschaft Wuppertal mitgeteilt, dass die Ermittlungen mangels Tatverdachts eingestellt wurden,“ sagte Thießen am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz. „Die Einstellung nach Paragraf 170 Absatz zwei hat mich nicht überrascht, da ich mir nichts vorzuwerfen habe,“ sagte Thießen. Die Ermittlungen mit entsprechenden Medienberichten seien für ihn und seine Familie eine große Belastung gewesen. Gegen den AMB-Chef und zahlreiche andere Personen war seit Januar wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit im Zusammenhang mit Aufträgen einer Wuppertaler EDV-Firma ermittelt worden.

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