Bilanz 2006
Arcelor Mittal erreicht seine Ziele

Der frisch fusionierte Stahlkonzern Arcelor Mittal hat seine erste gemeinsame Jahresbilanz vorgelegt. Der Branchenprimus lag mit seinen Zahlen im Großen und Ganzen im Rahmen der Erwartungen. Spannender ist deshalb die Mitteilung, dass der Konzern zur Trennung von einem großen Stahlwerk gezwungen wird. Wer kauft es?

HB BRÜSSEL. Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, betrug der pro forma ausgewiesene Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 15,3 Mrd. Dollar nach 15 Mrd. Dollar im Vorjahr. Dies lag zwar im Rahmen der Firmenprognose. Analysten hatten jedoch im Schnitt mit einem leicht besseren Ergebnis von 15,4 Mrd. Dollar gerechnet. Unter dem Strich sank der Gewinn jedoch von 8,26 Mrd. auf 7,97 Mrd. Dollar.

Der Umsatz verbesserte sich von 80,17 Mrd. auf 88,58 Mrd. Dollar und lag damit im Rahmen der Analysten-Erwartungen. Die Stahlauslieferungen stiegen von 102,9 Mill. Tonnen in 2005 auf 110,5 Mill. Tonnen im vergangenen Jahr.

Die Aktionäre will Arcelor Mittal über Bar-Ausschüttungen in Höhe von insgesamt 1,8 Mrd. Dollar und ein Aktienrückkaufprogramm von 590 Mill. Dollar an der Geschäftsentwicklung beteiligen. Der Konzern hatte im September die Ausschüttungs-Strategie bekannt gegeben, zusätzlich zu einer Basis-Dividende von 1,30 Dollar Aktien zurückzukaufen.

Es ist die erste Jahresbilanz des Stahlriesen, der im vergangenen Sommer durch den Zusammenschluss der indisch geführten Mittal Steel und der französisch dominierten Arcelor entstanden ist. Mittal hatte Arcelor für gut 26 Mrd. Euro übernommen. Die Fusion soll im Sommer diesen Jahres abgeschlossen sein. Dann wird Arcelor Mittal an sechs Börsenplätzen notiert sein – unter anderem in New York – und 330 000 Menschen in 60 Ländern beschäftigen.

Quartalsergebnisse und -erwartungen

Für das vierte Quartal wies Arcelor Mittal ein Ebitda von 4,12 Mrd. Dollar aus nach 4,35 Mrd. im dritten Quartal. Der Rückgang sei vor allem auf ein schwächeres Geschäft und niedrigere Stahlpreise in Nordamerika zurückzuführen, hieß es. Unter dem Strich lag der Gewinn im Schlussquartal bei 2,37 Mrd. Dollar verglichen mit 2,18 Mrd. Dollar im Vorquartal. Der Umsatz verbesserte sich im gleichen Zeitraum von 22,07 Mrd. auf 23,2 Mrd. Dollar. Die Stahlauslieferungen lagen mit 26,7 Mill. Tonnen in etwa auf Vorquartalsniveau.

Für das laufende erste Quartal des neuen Jahres sei eine Entwicklung auf dem Niveau des vierten Quartals 2006 zu erwarten, sagte Vorstandschef Lakshmi Mittal. Der Konzern peilt ein Ebitda zwischen 4,0 Mrd. und 4,2 Mrd. Dollar an. Die Stahlausfuhren sollten sich auf dem Niveau des Schlussquartals 2006 bewegen. Dabei sei die Entwicklung in Nordamerika von einem anhaltenden Lagerabbau geprägt, während die Aussichten für Europa positiv seien.

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