Bilanz 2006: BASF kauft sich Umsatz zu

Bilanz 2006
BASF kauft sich Umsatz zu

Der Chemieriese BASF hat im vergangenen Jahr dank einer Reihe von Großübernahmen seinen Umsatz deutlich gesteigert und die Schwelle von 50 Mrd. Euro übertroffen. Auch das operative Ergebnis erreichte Rekordwerte. Doch unter dem Strich hat BASF noch an verschiedenen Dingen zu knaupeln.

HB LUDWIGSHAFEN. Beim operativen Ergebnis kamen die Ludwigshafener ebenso auf einen Rekordwert. „Der konjunkturelle Rückenwind hat uns dabei geholfen“, erklärte Konzernchef Jürgen Hambrecht am Donnerstag in Ludwigshafen. Begünstigt war der Gewinnschub unter anderem von der kräftigen Nachfrage nach Chemikalien und Kunststoffen. Der Konzern hatte bereits Mitte Januar vorläufige Zahlen vorgelegt.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sowie Sondereinflüssen wie Restrukturierungskosten nahm um 18 Prozent auf rund 7,3 Mrd. Euro zu. Allein im vierten Quartal lag der operative Gewinn bei 1,87 Mrd. Euro, ein Plus von 17,3 Prozent. Damit traf die Nummer eins der Branche die Erwartungen von Analysten. Unter dem Strich blieb im Gesamtjahr ein Überschuss von 3,22 Mrd. Euro - ein Zuwachs von sieben Prozent. Der Konzernumsatz nahm um 23 Prozent auf 52,61 Mrd. Euro zu.

Auch für das laufende Jahr gab sich die BASF-Führung zuversichtlich. „Zusätzliche Energie schöpfen wir dabei aus unseren neu akquirierten Arbeitsgebieten“, erläuterte Hambrecht vor Beginn der Jahrespressekonferenz. Der Konzernumsatz soll erneut deutlich gesteigert werden. Beim Betriebsergebnis vor Einrechnung der Sondereinflüsse will der Chemiekonzern zumindest den Vorjahreswert erreichen.

Der Branchenprimus war im vergangenen Jahr verstärkt auf Einkaufstour gegangen. So hatte BASF nach monatelangem Tauziehen für rund 3,8 Mrd. Euro den US-Spezialchemiekonzern Engelhard übernommen. Für die Bauchemie-Sparte von Degussa zahlte BASF 2,7 Mrd. Euro, für den US-Harzspezialisten Johnson Polymer 470 Mill. Dollar. Diese Geschäfte unterliegen weniger den Konjunkturschwankungen als andere Bereiche der Chemie. Vor allem das US-Geschäft wurde durch die Übernahmen gestärkt. Inzwischen sind die Ludwigshafener dort die Nummer zwei hinter Dow Chemical. Mit der Eingliederung der neuen Arbeitsgebiete komme BASF gut voran, teilte der Konzern mit. BASF erwartet daraus Synergien von rund 290 Mill. Euro pro Jahr, die bis 2010 erreicht werden sollen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%