Bilanz 2006
GM ist auf gutem Weg

Vor einem Jahr hatte General Motors die Anleger mit einem zweistelligen Milliardenverlust geschockt. Verglichen damit ist die Bilanz 2006 glänzend ausgefallen. Zwar steht im Gesamtjahr immer noch ein Minus unterm Strich, doch im Schlussquartal hat der US-Autobauer erstmals wieder Geld verdient.

HB DETROIT. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Detroit berichtete, sank der Nettoverlust im vergangenen Jahr auf 2 Mrd. Dollar (1,51 Mrd. Euro). Ein Jahr zuvor hatte das Minus noch bei 10,4 Mrd. Dollar gelegen. Zugleich stieg der Umsatz auf den Rekordwert von 207 Mrd. Dollar – 12 Mrd. mehr als ein Jahr zuvor.

Nach Konzernangaben konnte das Unternehmen im vierten Quartal bereits wieder schwarze Zahlen schreiben. So habe der Nettogewinn einschließlich Sondereffekten bei 950 Mill. Dollar gelegen. Ohne Sondereffekte lag der Reingewinn bei 180 Mill. Dollar. „Unsere Zahlen aus dem vergangenen Jahr spiegeln den bedeutenden Fortschritt wieder, den wir bei der Umwandlung von GM in ein wettbewerbsfähigeres, globales Unternehmen gemacht haben“, sagte GM-Chef Rick Wagoner: „Es ist der Beweis dafür, dass unsere Strategie greift, schneller als viele es für möglich gehalten haben.“

Der Umsatz im Schlussquartal fiel allerdings leicht von 51,7 auf 51,2 Mrd Dollar. Dies begründete GM damit, dass der Finanzarm GMAC seit dem 1. Dezember nicht mehr berücksichtigt werde. Der Autobauer hatte die Mehrheit an seiner Tochter an Finanzinvestoren verkauft, um mit dem Erlös von 14 Mrd. Dollar die Sanierung des Konzerns zu finanzieren.

GM leidet wie andere US-Hersteller unter einer weniger nachgefragten Modellpalette: Angesichts der gestiegenen Spritpreise greifen US-Autokäufer vermehrt zu den spritsparenden Modellen der Konkurrenz aus Japan und lassen die US-Geländewagen beim Händler stehen. Das Unternehmen will mit milliardenschweren Sparprogramm aus der Krise kommen. Zehntausende Mitarbeiter müssen gehen, mehrere Werke werden geschlossen.

GM habe die Kosten im vergangenen Jahr in Nordamerika um 6,8 Mrd. Dollar reduziert, teilte der Konzern weiter mit. Ziel seien nur 6 Mrd. Dollar gewesen. Das Unternehmen liege im Plan, die Kosten im laufenden Jahr um 9 Mrd. Dollar zu senken.

Der Autobauer hatte die Bilanzvorlage wegen Problemen in der Steuerbuchhaltung verschoben. Eigentlich hatten sie Ende Januar bekannt gegeben werden sollen. Bereits damals hieß es allerdings, man erwarte einen Gewinn.

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