Bilanz 2006
GPC Biotech macht mehr Miese

Das Biotechnologie-Unternehmen GPC Biotech hat im abgelaufenen Geschäftsjahr wegen anhaltend hoher Forschungs- und Entwicklungskosten einen höheren Verlust als im Vorjahr ausgewiesen.

dpa-afx MARTINSRIED. Der Fehlbetrag sei um drei Prozent auf 64 Mill. Euro gestiegen, teilte das im TecDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Martinsried bei München mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Minus von 62,2 Mill. Euro gerechnet. Angetrieben von der Kooperation für das Krebsmittel Satraplatin stieg der Umsatz auf 22,7 Mill. Euro (VJ: 9,3). Für 2007 zeigte sich Unternehmenschef Bernd Seizinger etwas zurückhaltend. Der Umsatz soll im Vergleich zum Vorjahr stabil bleiben.

Bedingt durch die Vorbereitungen für die Markteinführung von Satraplatin werde mit einem signifikanten Anstieg der Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungsausgaben im laufenden Jahr 2007 gerechnet, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Forschungs- und Entwicklungskosten sollen ebenfalls leicht steigen. 2006 erhöhte sich der F & E-Aufwand nach GPC Biotech-Aussagen von 55,7 auf 64,7 Mill. Euro. Wegen der höheren Kosten werde für 2007 ein höherer Zahlungsmittelverbrauch als 2006 erwartet.

GPC Biotech hofft, dass Satraplatin einmal einen jährlichen Spitzenumsatz von 500 Mill. Dollar in die Kassen spülen wird. 2007 soll Satraplatin in den USA und 2008 in Europa auf den Markt kommen. GPC will in den USA den Löwenanteil der zukünftigen Satraplatin-Umsätze selbst verbuchen. In Europa wurde mit dem US-Partner Pharmion bereits ein Vertriebspartner gefunden, während mit möglichen Partnern in Japan nach früheren Aussagen Gespräche geführt werden.

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