Bilanz 2006
Total gibt dreifach Anlass zur Freude

Der französische Ölkonzern Total hat mit den 2006er-Zahlen, einem positiven mittelfristigen Ausblick und einer geplanten Dividendenanhebung positiv überrascht.

dpa-afx PARIS. Entsprechend legte die Aktie gegen die behauptete Markttendenz europäischer Standardwerte deutlich zu und notierte am Vormittag 1,9 Prozent höher bei 53,50 Euro.

Wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte, stieg der um Sondereffekte bereinigte Nettogewinn im Gesamtjahr 2006 um fünf Prozent auf 12,58 Mrd. Euro. Dies entspricht auf 5,44 Euro je Aktie. Unbereinigt schrumpfte der Überschuss von 12,3 Mrd. auf 11,8 Mrd. Euro. Die Erlöse legten um zwölf Prozent auf 153,80 Mrd. Euro zu.

Im vierten Quartal sank der bereinigte Überschuss um zehn Prozent auf 2,74 Mrd. Euro und lag damit im Rahmen der Analystenprognosen von 2,5 bis 2,9 Mrd. Euro. Der Umsatz in der Periode Oktober bis Dezember verringerte sich um sechs Prozent auf 36,43 Mrd. Euro. Die tägliche Fördermenge an Öl und Gas lag im vierten Quartal bei 2,403 Mill. Barrel Öläquivalent. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem dritten Quartal von fünf Prozent, liegt jedoch rund 2,5 Prozent unter dem Ausstoß im entsprechenden Vorjahreszeitraum.

Der Vorstand will mehr als ein Drittel des Gewinns den Aktionären zukommen lassen und schlägt für das Geschäftsjahr 2006 eine Dividendenerhöhung um 15 Prozent auf 1,87 Euro je Aktie vor. Er kündigte ferner an, die "dynamische" Dividendenpolitik fortzusetzen.

Für 2007 geht Total von einem Anstieg der Öl- und Gasproduktion von sechs Prozent aus. Für den Zeitraum 2006 bis 2010 soll der Ausstoß durchschnittlich um fünf Prozent pro Jahr zunehmen. Dabei dürften das Flüssiggas-Geschäft des Unternehmens bis 2010 um jährlich 13 Prozent wachsen.

Insgesamt will das Unternehmen 2007 rund 16 Mrd. Euro investieren, wovon 75 Prozent in die Förderung fließen sollen. Mit den nach den geplanten Investitionen und Dividendenzahlungen verbleibenden Cash-Beständen will Total eigene Aktien zurückkaufen. Im vierten Quartal hatten die Franzosen 13,9 Mill. eigene Papiere im Wert von 746 Mill. Euro erworben.

Langfristig will sich der Konzern nicht allein auf seine derzeitigen Umsatzträger verlassen und bereitet sich auf die "Zeit nach dem Öl" vor. Es bestehe Interesse, die Beteiligung von einem Prozent am weltgrößten Atomtechnikkonzern Areva auszubauen, sagte Konzernchef Thierry Desmarest am Mittwoch in Paris. Experten rechnen damit, dass die weltweite Ölförderung bereits in den kommenden zwei Jahrzehnten ihren Höhepunkt überschreiten wird. Zudem wachse das Risiko des "Ölnationalismus" von Staaten wie Russland oder Venezuela.

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