Bilanz 2006 und erstes Quartal 2007
Villeroy & Boch verdient mit feinem Porzellan fürs Bad

Der Keramikhersteller Villeroy & Boch hat 2006 vom Konzernumbau der vergangenen Jahre profitiert und einen Gewinnsprung verbucht. Zudem wird sich im Sommer an der Spitze des fast 260 Jahre alten Traditionskonzerns einiges ändern.

FRANKFURT. Der Traditionskonzern Villeroy & Boch hat im vergangenen Jahr Umsatz und Ergebnis gesteigert. Wie das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte, stieg der Konzernumsatz um 7,9 Prozent auf 964,2 Mill. Euro. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 37 Prozent auf 33,3 Mill. Euro. Größter Umsatzbringer war der Bereich Bad und Wellness, der 13,6 Prozent auf 489,2 Mill. Euro zulegte. Diese Sparte trägt inzwischen mehr als die Hälfte (50,7 Prozent) zum Gesamtumsatz bei.

Finanzvorstand Manfred Finger erläuterte, dass 2006 ein Jahresüberschuss von 17,1 Mill. Euro erzielt wurde, 4,1 Mill. mehr als im Vorjahr. Die V & B-Gruppe beschäftigte zum Ende des vergangenen Jahres 9 601 Mitarbeiter und damit 750 mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig wurden mehr als 200 Stellen - die meisten davon in der Geschirrproduktion - abgebaut. Die Kosten dafür glich das saarländische Unternehmen unter anderem durch den Verkauf von Immobilien aus. Im ersten Quartal 2007 stieg der Umsatz laut Finger um 5,2 Prozent auf 247,9 Mill. Euro gegenüber dem Vorjahresquartal. Das operative Ergebnis verbesserte sich nach vorläufigen Zahlen um zwölf Prozent auf elf Mill. Euro.

Die Bilanzpressekonferenz des Unternehmens wurde zum letzten Mal vom noch amtierenden Vorstandschef Wendelin von Boch geleitet, der aus Altersgründen in diesem Jahr ausscheidet und von Vorstandsmitglied Frank Göring abgelöst wird. Von Boch, der die Führung des fast 260 Jahre alten Unternehmens 1998 übernahm, hob den mittlerweile „sehr globalen Auftritt“ von Villeroy & Boch hervor. 2006 habe der Auslandsanteil des Geschäfts bei 71 Prozent gelegen - 1996 waren es nur 46 Prozent.

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