Bilanz 2011
Bahnindustrie vermeldet Auftragsrekord

Der milliardenschwere Großauftrag des neuen Fernschnellzug-Systems ICx hat der Bahnindustrie 2011 zu einem Auftragsrekord verholfen. Das Auftragsvolumen stieg um 28 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro.
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BerlinWegen des wachsenden Güterverkehrs auf der Schiene und des Nachholbedarfs der Schwellenländer bleibt die Bahnbranche in Deutschland optimistisch. Seit 2005 habe es fast durchgehend mehr Aufträge gegeben als die Industrie abgearbeitet habe, teilte der Verband der Bahnindustrie (VDB) am Dienstag in Berlin mit. In diesem Jahr könnten die Umsätze um rund zehn Prozent steigen, sagte VDB-Geschäftsführer Ronald Pörner.

Auch die Aufträge entwickelten sich positiv. Der Rekord von 2011 werde jedoch nicht wieder erreicht: Der Großauftrag für 130 Hochgeschwindigkeitszüge der Deutschen Bahn an Siemens hatten zu einem Sprung bei den Orders geführt. Sie stiegen um über einen Viertel auf den Rekordwert von 14,5 Milliarden Euro. Die Züge sollen als Nachfolger von IC und älteren ICE ab 2016 auf die Schiene kommen.

2011 waren der Umsatz der Branche sowie vor allem die Aufträge aus dem Ausland allerdings zurückgegangen. Beides führte der Verband auf die schwächere Weltwirtschaft und Spätfolgen der Krise von 2009 zurück. Pörner zeigte sich jedoch optimistisch, dass dies eine Delle bleibe. Auf Asien und Südamerika könne sich die Industrie weiter stützen.

Auch die wegen Technikproblemen verzögerten Auslieferungen von Nahverkehrszügen an die Deutsche Bahn werde sich in den nächsten Jahren positiv bemerkbar machen. Dazu schreiben in den kommenden Jahren die Bundesländer einen Großteil der Regionalverbindungen aus, was meist mit der Bestellung von Zügen einhergeht.

Die Unternehmen haben daher auch mehr eingestellt: Die Beschäftigung stieg 2011 um rund sieben Prozent auf über 49.000 Mitarbeiter. Die weltweite Bahnindustrie hat einen Schwerpunkt in Deutschland.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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